Auch Dell fand Autonomy viel zu teuer

11. Dezember 2012, 11:17
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Laut Michael Dell wurde das britische Softwarehaus Autonomy letztes Jahr auch seinem Unternehmen zum Kauf angeboten.

Laut Michael Dell wurde das britische Softwarehaus Autonomy letztes Jahr auch seinem Unternehmen zum Kauf angeboten. Angesichts des seiner Meinung nach viel zu hohen vorgeschagenen Verkaufspreises habe er sich aber nicht lange mit der Sache befasst und die Verhandlungen schnell abgebrochen. Dies erklärte Michael Dell in einem Gespräch mit der britischen Sonntagszeitung 'The Sunday Telegraph'. Dabei rieb Dell auch noch weiteres Salz in die Wunden der HP-Verantwortlichen, die Autonomy letzlich kauften: Jede "vernünftige Person", so Dell, wäre angesichts des "absolut offensichtlich" überhöhten Preises zum gleichen Schluss gekommen.
Bereits letztes Jahr hatte der Oracle-Chef Larry Ellison ähnliches gesagt.
Diese Aussagen widersprechen diametral den Aussagen der damaligen und jetzigen HP-Führung. Letztere erklärte vor einem Monat, dass Manipulationen in den Büchern von Autonomy den Kaufpreis vernünftig erscheinen lassen hätten. Dass er klar überhöht war, habe man erst deutlich später sehen können, als die Manipulationen erkannt wurden. (hjm)

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