Auch der Sage-Konzern spürt die Krise

2. Dezember 2009, 10:17
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Leicht sinkender Gesamt-Umsatz des britischen KMU-Software-Konzerns, aber spürbarer Einbruch bei Erträgen aus Software-Verkäufen.

Leicht sinkender Gesamt-Umsatz des britischen KMU-Software-Konzerns, aber spürbarer Einbruch bei Erträgen aus Software-Verkäufen.
Der britische Sage-Konzern, der auch im Schweizer Markt für KMU-Software eine gewichtige Rolle spielt, hat heute vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr bis Ende September 2009 veröffentlicht.
Der KMU-ERP-Konzern rechnet mit einem Umsatz von 1,439 Milliarden Pfund, rechnerisch ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Berücksichtigt man allerdings Währungsschwankungen, so ist der Umsatz von Sage gegenüber dem Vorjahr leicht, nämlich um vier Prozent gesunken.
Auch der Vorsteuergewinn des hochprofitablen Konzerns, der eine EBITA-Marge von 22 Prozent einfährt, ist buchhalterisch gestiegen, unter Ausklammerung von Sonderfaktoren aber leicht, nämlich um zwei Prozent auf 307 Millionen Pfund gesunken.
Rückgang der Software-Verkäufe
Der Sage-Konzern verfolgt eine weltweit einzigartige Strategie, denn er kauft wo immer er kann die Hersteller von lokal erfolgreichen KMU-Geschäftssoftware auf. In der Schweiz waren dies etwa Sesam, Simultan, WinWay, Winware und Pro-Concept. Letztere Übernahme wurde aber unlängst wieder rückgängig gemacht. Mit dieser Strategie kommt Sage zu einer Vielzahl von Software-Wartungsverträgen und anderen "Abonnementen", die heute bereits 65 Prozent der Einnahmen des Konzerns ausmachen. Gemäss Sage erneuerten 81 Prozent der Kunden im vergangen Geschäftsjahr ihre Wartungsverträge, Sage muss also laufend neue Kunden dazugewinnen (oder "kaufen"), um Umsatz und Gewinn zu halten.
Genau bei diesem Punkt schwächelte der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr aber, denn der Umsatz mit Software-Verkäufen sank gemäss Sage um 16 Prozent. Sorgen muss man sich aber keine machen. Sage erzielte einen operativen Cash-Flow von konzernweit 358 Millionen Pfund. Damit dieser hoch bleibt, soll der Fokus des Software-Riesen weiterhin auf Kosteneinsparungen bleiben, heisst es in einer Mitteilung an die Aktionäre. (Christoph Hugenschmidt)

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