Auch die Supercomputer der EPFL und Uni Basel wurden angegriffen

29. Mai 2020, 13:16
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Nach ETH und CSCS bestätigen weitere Hochschulen eine Cyberattacke Mitte Mai. Bei Melani laufen die Untersuchungen.

Am 14. Mai 2020 nahm die ETH Zürich die HPC-Cluster Euler und Leonhard wegen eines Cyberangriffs temporär vom Netz. Kurz darauf meldete auch das Schweizer Supercomputing-Institut CSCS in Lugano einen Angriffsversuch auf seine Systeme.
Wie das Westschweizer Radio und Fernsehen berichtet, bestätigten nun auch die EPFL in Lausanne und die Universität Basel, dass ihre Hochleistungs-RZs angegriffen worden seien. Die Vorfälle seien dort ebenfalls zwischen dem 14. und 15. Mai bemerkt worden. Sowohl die EPFL wie auch die Uni Basel erklären, dass bisher kein Diebstahl von sensiblen Daten beobachte wurde und es auch keine Hinweise auf andere Schäden gebe.
Gemäss 'RTS' waren andere Supercomputer an den Universitäten von Bern, Genf, Lausanne und Freiburg nicht von den Angriffen betroffen. Auch beim CERN in Genf seien keine Unregelmässigkeiten bemerkt worden.
Auf Anfrage von inside-it.ch macht die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes (Melani) keine genauen Angaben dazu, welche Supercomputer und welche Hochschulen betroffen waren – und welche nicht.
"Unseres Wissens wurden in Europa vereinzelt Supercomputer angegriffen, und Angriffe auf Forschungseinrichtungen wurden international beobachtet", schreibt Melani. Die in der Schweiz identifizierten Opfer hätten sofort reagiert und entsprechende Massnahmen eingeleitet. "Konkrete Angaben zu den Opfern kann Melani aufgrund der laufenden Strafuntersuchungen nicht machen."

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