Auch für Unternehmen: Windows 7 mit Schnellkäuferrabatt

14. Juli 2009, 09:57
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Volumenlizenzen für Windows 7 sind schon ab dem 1. September erhältlich.

Volumenlizenzen für Windows 7 sind schon ab dem 1. September erhältlich.
Ob da wohl einige Strategiesitzungen in Redmond zum Thema "Chrome OS" ihre Früchte getragen haben – indirekt sogar für schnellentschlossene Microsoft-Kunden? Microsoft versucht jedenfalls mit allen Mitteln, seinem neuen Betriebssystem Windows 7 zu einem rasanten Marktstart zu verhelfen. Der Softwareriese wirft, um möglichst schnell möglichst viele Kunden zu gewinnen, zum Launch ungewohnterweise mit Rabatten um sich und hat auch am Zeitplan nochmal etwas gedreht.
Wie Microsofts oberster Windows-Verantwortlicher Bill Veghte gestern abend an der grossen Partner-Konferenz in New Orleans überraschenderweise erklärte, werden Firmenkunden bereits ab dem 1. September, also acht Wochen bevor das neue OS generell verfügbar wird, Volumenlizenzen für Windows 7 erstehen können. Und auch für diese Lizenzen wird es, wie auch für Heimanwender, Frühkäuferrabatte geben. Gemäss Veghte werden diese je nach Kaufvolumen und Region unterschiedlich sein und zwischen 15 und 35 Prozent betragen. Die Aktion soll zeitlich beschränkt bleiben, zur geplanten Dauer äusserte sich Veghte noch nicht.
Viele Partner hätten Microsoft zu einer solchen Aktion gedrängt, erzählte Veghte, da sie auch im Unternehmensgeschäft grosse Geschäftsmöglichkeiten schon zum Start von Windows 7 wittern würden. Tatsächlich erntete er mit seiner Ankündigung grossen Applaus unter den versammelten Microsoft-Partnern.
Das gleiche gilt für eine weitere Ankündigung, welche die Partner selbst betrifft: Die internen Nutzungsrechte von Windows 7 werden verdoppelt. Im Klartext: Microsoft-Partner erhalten mehr Windows-7-Lizenzen für Entwicklung, Tests und den Einsatz auf ihren Desktops. Das soll dazu führen, dass noch schneller Partnerapplikationen für Windows 7 auf den Markt kommen, und auch dabei helfen, eine peinliche Situation zu beheben, die bei manchen Partnern im Fall Vista noch herrschte: Sie mussten Vista predigen, während sie selbst weiter XP benützten.
Daneben bemühte sich Veghte auch offensichtlich, Befürchtungen auszuräumen, dass wie bei Vista die Hardwareanforderungen die Verbreitung des neuen Betriebssystems behindern könnten. Etwa 246 Millionen PCs – das wären rund ein Viertel aller PCs, die weltweit im Einsatz stehen – seien bereits für einen Upgrade auf Windows 7 geeignet. Bei Unternehmen seien es sogar 59 Prozent der dort vorhandenen PCs. Und zudem wies Veghte darauf hin, dass Windows 7 im Prinzip schon vor dem eigentlichen Martktstart eine grosse Userbasis habe: 51 Millionen Unternehmensdeskstops seien (über Software-Assurance) bereits für Windows 7 lizenziert. (Hans Jörg Maron)

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