Auch Glarus will zur "Smart City" werden

13. Januar 2022, 14:54
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Die 12'500 Köpfe zählende Gemeinde sucht eine Leitung für Smart City-, Digitalisierungs- und Informatikprojekte.

Für eine auf 5 Jahre befristete Stelle sucht Glarus eine Smart-City- und IT-Expertin respektive einen Experten. Sie oder er sollen laut Stellenbeschrieb Smart City-, Digitalisierungs- und Informatikprojekte initiieren, planen, leiten und begleiten sowie in diesen Bereichen zentrale Anlauf- und Auskunftsstelle für Bevölkerung, Wirtschaft, Politik und Verwaltung sein.
Gute Chancen auf den Job hat, wer über "hohe Anwendungskompetenzen im ICT-Bereich" verfügt, eines der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technologie) studiert hat, bereits Organisationsentwicklungs- oder IT-Projekte geplant und umgesetzt hat sowie Verständnis für Verwaltungsprozesse und Affinität zu deren Digitalisierung mitbringt.
In Glarus kann der künftige Mitarbeitende gleichsam auf der grünen Wiese starten. So habe er oder sie die strategischen Grundlagen für die Gemeinde in Sachen Smart City, digitale Transformation und Informatiksysteme zu erarbeiten. Weiter gehört zum Aufgabenfeld, den Einsatz digitaler Arbeitsinstrumente zu fördern und die damit verbundenen Veränderungen der Arbeitsweise in der Gemeindeverwaltung zu bearbeiten.
Wie die 'Glarner Nachrichten' vom zuständigen Gemeindeschreiber Markus Rhyner erfahren haben, sucht Glarus "nicht etwa eine Spezialistin oder ein Spezialist mit ausgeprägtem Informatikwissen, sondern eher eine vernetzt denkende Person, die ein Projekt aufgleisen und organisieren kann".
Neben Fachwissen und Erfahrung soll sie gute kommunikative Fähigkeiten haben "und allgemein eine Affinität zu neuen Technologien sowie zu Digitalisierungsthemen", so Rhyner.
Erste Bewerbungen seien schon eingegangen, weitere seien erwünscht. Ein Ende der Bewerbungsfrist ist bisher nicht definiert, sagt die Gemeinde auf Anfrage. Bisher hätten sich mehr Männer als von Frauen beworben. Offen ist auch noch der Lohn, da laut Rhyner noch nicht definitiv entschieden sei, welchem Lohnband diese neue Funktion zugeordnet wird.
Vor einem Jahr hat die ZHAW School of Engineering eine Bestandsaufnahme der Schweizer Smart-City-Landschaft vorgelegt. Dort ermittelte man bei den beteiligten 84 der 171 Städte mit mehr als 10'000 Einwohnern, dass die organisatorische Ausgestaltung von "intelligenten" Städten innerhalb der Stadtverwaltungen noch gering sei und Nachholbedarf bestehe. Erst 23 Städte konnten überhaupt eine Smart-City-Strategie vorweisen und 7 waren dabei eine zu erstellen.
Anders sieht es dagegen in Zürich und Genf aus, die in Sachen Smartness weltweit ganz vorne mitspielen und auch im letzten Jahr zu den "Top 10"-Städten gehörten, die im weltweit erhobenen "Smart City Index" gelistet sind.

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