Auch IBM/Lenovo ruft brandgefährdete Sony-Akkus zurück

29. September 2006, 08:14
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Immerhin "nur" 526'000.

Immerhin "nur" 526'000.
Der chinesische Computerhersteller Lenovo hat gestern einen Rückruf von insgesamt 526'000 Notebook-Batterien angekündigt. Damit reagierte das Unternehmen auf mindestens einen Fall eines Thinkpad-Notebooks, das wegen eines Akkus in Brand geraten war. Das Unternehmen erwähnt den konkreten Fall am Flughafen von Los Angeles sogar in der Mitteilung: "Nach einem Vorfall am Flughafen in Los Angeles hat Lenovo rasch reagiert und den Rückruf in weniger als zwei Wochen nach Kenntnisnahme des Vorfalls angekündigt", heisst es.
Von einer potentiellen Feuergefahr betroffen sind die Akkus der Thinkpads der Serien T (T43, T43p, T60), X (X60, X60s) und R (R51e, R52, R60, R60e). Die Modellnummern sind:
ASM P/N FRU P/N
92P1072 92P1073
92P1088 92P1089
92P1142 92P1141
92P1170 92P1169/93P5028
92P1174 92P1173/93P5030
Ebenfalls vom Rückruf betroffen sind Batterien, die zwischen Februar 2005 und September 2006 für die T4x- oder R5x-Modelle nachbestellt wurden. Lenovo hat die Übernahme der PC-Sparte von IBM erst Ende April 2005 abgeschlossen. Deshalb ist nun auch IBM von diesem Rückruf quasi rückwirkend betroffen.
Anscheinend sollen ausschliesslich Akkus betroffen sein, die Zwischen Februar 2005 und September 2006 verkauft wurden. Lenovo empfiehlt, die Notebooks nur per AC-Adapter zu verwenden. Zudem soll der Kunde nur "echte, von einem autorisierten Händler oder von einem Lenovo-Händler erworbene Thinkpad-Batterien" verwenden. Informationen über den Ablauf des Austausches erhalten die Kunden auf dieser Website oder unter 058 333 0900.
Lenovo ist nicht der erste Notebook-Hersteller, der von brandgefährdete Akkus betroffen ist. Obwohl in der Vergangenheit oft Akkus aus diesem Grund zurückgerufen wurden (es sei an die Welle im Sommer 2005 erinnert mit Rückrufen von Apple rief zwar auch Akkus zurück – diese waren aber nicht brandgefährdet. In den anderen Fällen gingen Schilderungen von brennenden oder sogar explodierenden Notebooks den Rückrufen voraus. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass die brennenden Akkus von Dell, Apple und nun auch IBM/Lenovo von Sony stammen.
Lenovo schreibt, dass die gefährdeten Akkus in Japan und China hergestellt wurden. Es ist gut möglich, dass noch weitere Notebook-Hersteller Rückrufe starten werden, allerdings wohl erst, wenn wieder einmal irgendwo ein Notebook in Flammen aufgeht. (mim)

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