Auch ISS Schweiz muss seine Systeme überprüfen

20. Februar 2020, 13:59
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Nach einer Malware-Attacke sind Website und andere Systeme des Grosskonzerns ISS weiter down. CEO André Nauer erklärt die Auswirkungen auf die Schweiz.

Am Montag 17. Februar wurde beim dänischen Facility-Management-Unternehmen ISS ein Angriff mit Malware festgestellt.  
Dies gab der Konzern, der in über 70 Ländern vertreten ist und 480'000 Personen beschäftigt, gestern bekannt. In der Folge war die Website auch heute immer noch weltweit down, dazu seien weitere interne Systeme betroffen. Gemäss der englischen Website 'ThisWeekinFM.com' berichtet eine Quelle, dass die 43'000 Angestellten von ISS in Grossbritannien zurzeit auch keinen Zugang zu ihren E-Mails haben.

In der Schweiz ist die Festnetz-Telefonie tangiert

Der Malware-Angriff hat auch Auswirkungen auf die Schweizer Niederlassung von ISS und ihre rund 12'200 Mitarbeitenden. André Nauer, CEO von ISS Schweiz, betont gegenüber inside-it.ch, dass die operativen Dienste normal funktionieren. Die Website war allerdings auch am Donnerstag down, auch die Festnetz-Telefonie über Skype ist tangiert. Die E-Mail-Kommunikation war nicht vom Angriff betroffen.
"Wir haben mit Workarounds eine funktionierende Betriebs-Umgebung schaffen können", sagt Nauer. So können die Kunden- und Lieferantenbedürfnisse erfüllt werden. Auch die Entgegennahme von Aufträgen und Einsatzplanung der Angestellten laufe im normalen Rahmen.

Dauer der Störung ist weiterhin unklar

Die Forensiker und Techniker am Hauptsitz in Kopenhagen wie in der Schweiz hätten die Ursache identifiziert und würden an der Wiederherstellung der Systeme arbeiten. Auch bei ISS Schweiz müssten gewisse lokale Applikationen untersucht und gesondert wieder hochgefahren werden.
"Unsere IT-Zuständigen sind hier zusammen mit externen Spezialisten mit Hochdruck an der Arbeit", sagt Nauer. Auch die Melde- und Analysestelle des Bundes Melani sei involviert. Die genaue Dauer der Beeinträchtigungen oder ab wann ISS wieder zum normalen Systembetrieb zurückkehren kann, sei jedoch noch unklar.
Ausser, dass es sich um Malware handle, hat die Konzernleitung in Kopenhagen bis jetzt keine weiteren Angaben zur Ursache gemacht.

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