Auch Luzern beteiligt sich an E-Health-Organisation Cantosana

26. März 2019, 09:21
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Um die Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) wie gesetzlich vorgeschrieben voranzutreiben, beteiligt sich der Kanton Luzern an Cantosana, der Trägerorganisation der Stammgemeinschaft Axsana.

Um die Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) wie gesetzlich vorgeschrieben voranzutreiben, beteiligt sich der Kanton Luzern an Cantosana, der Trägerorganisation der Stammgemeinschaft Axsana. Damit schliesst sich Luzern den Kantonen Zug und Uri sowie den Gründer-Kantonen Bern und Zürich als Aktionär von Cantosana an.
Ende 2017 wurde auf Initiative des Kantons Luzern der Verein eHealth (eHz) Zentralschweiz gegründet. Leistungserbringer aus dem stationären und ambulanten Bereich sowie die Kantone Luzern und Nidwalden sind darin vertreten. Der Verein empfiehlt allen stationären und ambulanten Leistungserbringern im Kanton Luzern, sich Axsana anzuschliessen, wie er bereits mitteilte. eHz habe sich nach einer Marktanalyse entschieden, so die Mitteilung, eine Anschlussempfehlung für die Stammgemeinschaft Axsana auszusprechen, bei der die Luzerner Bürger ein EPD eröffnen, verwalten und auch wieder aufheben können.
Eine Anschubfinanzierung für den Aufbau der Stammgemeinschaft Axsana leistet der Kanton Luzern gemeinsam mit den grössten stationären Leistungserbringern im Kanton. Dabei handelt es sich um das Luzerner Kantonsspital, die Luzerner Psychiatrie, das Schweizerische Paraplegiker Zentrum, die Hirslanden-Klinik St. Anna wie auch die Rehaklinik Sonnmatt.
Als Gegenleistung für diese Anschubfinanzierung erhielten alle Luzerner Leistungserbringer 20 Prozent Rabatt auf die Jahresgebühren der Stammgemeinschaft Axsana, so die Mitteilung weiter. Damit erhofft sich der Kanton, dass sich neben den stationären auch möglichst viele ambulante Leistungserbringer der Stammgemeinschaft anschliessen. "Das EPD erleichtert die Integrierte Versorgung immens, indem es die verschiedenen stationären und ambulanten Leistungserbringer noch besser vernetzt", sagt Guido Graf, Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements.
Bei Axsana handelt es sich um eine nicht gewinnorientierte Betriebsgesellschaft im Besitz der öffentlichen Hand. Sie bietet Spitälern die Funktionen der Stammgemeinschaft "as-a-Service" an. Die zentrale E-Health-Plattform und die Kerndienstleistungen werden von Swisscom Health für Axsana betrieben. (kjo)

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