Auch SBS in Siemens-Affäre verwickelt?

9. Februar 2007, 11:02
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Über die IT-Tochter Siemens Business Services und zwei weitere Geschäftssparten von Siemens sollen auch verdächtige Zahlungen getätigt worden sein.

Über die IT-Tochter Siemens Business Services und zwei weitere Geschäftssparten von Siemens sollen auch verdächtige Zahlungen getätigt worden sein.
Die Schmiergeld-Affäre beim deutschen Siemens-Konzern weitet sich aus. Wie die 'Financial Times Deutschland' heute berichtet, soll der dubiose Geld-Transfer zur Bestechung von Auftraggebern auch innerhalb der Geschäftssparten TS (Verkehrstechnik), PG (Kraftwerke) und der IT-Tochter SBS angewendet worden sein. Bisher betraf die Affäre nur den Telekommunikationsteil Com. Interne Untersuchungen hätten ergeben, dass 80 bis 90 Prozent der verdächtigen Zahlungen auf die Com-Sparte entfallen, der Rest auf die drei genannten Bereiche.
Die Zeitung zitiert eine Quelle mit folgender Aussage: "Man hat die Muster von Com genommen und damit in anderen Geschäftsbereichen nachgeforscht. Dabei ist man jedoch nur auf vereinzelte Fälle gestossen." Hinweise, dass es sich um ein konzernweites Schmiergeldsystem handelt, gibt es aber zurzeit offenbar nicht. Siemens hat sich bisher zu diesen neuen Enthüllungen nicht geäussert.
Die Affäre war vergangenen November ans Licht gekommen. 'Der Spiegel' hatte von einer Grossrazzia an Siemens-Standorten und in Privatwohnungen berichtet. In erster Linie sollen verdächtige Zahlungen dazu gedient haben, Bestechungsgelder an potenzielle Auftraggeber zu überweisen. Transaktionen sollen auch über Schweizer Konten gelaufen sein. Der Konzern hat daraufhin eine interne Untersuchung gestartet, die bis spätestens Mitte März abgeschlossen werden soll. Die Staatsanwaltschaft untersucht derzeit Zahlungen in der Höhe von mindestens 426 Millionen Euro. (mim)

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