Auch Swisscom IT Services lanciert sein Cloud-Angebot

9. Februar 2011, 12:41
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Infrastruktur als Service: Wie die Mutter, so (aber etwas anders) die Tochter.

Infrastruktur als Service: Wie die Mutter, so (aber etwas anders) die Tochter.
Swisscom IT Services (SITS) hat heute ein ab sofort erhältliches, "Dynamic Computing" genanntes Angebot für auf Zeit mietbare virtuelle Server vorgestellt. Dies macht es noch etwas schwieriger, den Überblick über die verschiedenen, alle irgendwie unter dem Segel "Cloud" segelnden Angebote von Swisscom und seiner IT-Dienstleistungstochter SITS zu bewahren. Dynamic Computing ist ganz ähnlich gelagert, wie das im letzten Sommer des zu SITS gehörenden SAP-Spezialisten resource. (Die Vollständigkeit dieser Aufzählung ist nicht garantiert.)
Dynamic Computing ist wie CaaS von Swisscom ein Infrastructure-as-Service-Angebot, das sich an grosse und mittelgrosse Unternehmen richtet und bietet Kunden die Möglichkeit, dynamisch Serverressourcen und Speicherkapazität zu mieten. Im Unterschied zur Mutter werden die Server aber bis hinauf zu Middleware und Datenbank, inklusive beispielsweise des Patch-Managements, vom Provider verwaltet. Und was für viele Schweizer Kunden ebenfalls entscheidend sein könnte: Während die Daten beim CaaS-Service in Rechenzentren des Swisscom-Partners Verizon ausserhalb der Schweiz lagern, läuft die Infrastruktur für Dynamic Computing von SITS in Schweizer Rechenzentren von Swisscom.
SITS bietet virtuelle Server in drei Varianten an, als Applikationsserver (.Net, Java), als Webserver (Microsoft IIS) oder als Datenbankserver (Microsoft SQL Server). In der Grundleistung pro Server sind ein Prozessorkern (im Moment eines IBM Bladeservers H22), 2GB RAM, Support während Bürozeiten und eine garantierte Verfügbarkeit von 99,5 Prozent inbegriffen.
Warum auch einfach...
Ein Bremser für das noch sehr junge Infrastructure-as-a-Service-Geschäft allgemein könnte der bereits absehbare Wildwuchs an sehr unterschiedlichen Abonnementsformen der verschiedenen Anbieter sein. Ein interessierter Kunde muss schon sehr genau wissen, was er braucht, um Angebote vergleichen zu können.
Auch die Preisgestaltung von Dynamic Computing für sich gesehen ist nicht gerade unkompliziert. Der Einstiegspreis ist 380 Franken pro Monat. Die verschiedenen Serverversionen kosten aber unterschiedlich viel. Der Gesamtpreis setzt sich zudem aus einmaligen Setup-Kosten, den laufenden Monatskosten sowie Mutationskosten (für das Hinzufügen oder Abbestellen von Leistung) zusammen. Für die wiederkehrenden KOsten gibt es zwei Preispläne: "Standard" mit tieferen Monatskosten und höheren Mutationskosten sowie "flexibel" mit höherem Monatspreis aber tieferen Mutationskosten. Der Monatspreis hängt zudem noch von der Bezugszeit ab. Die Mindestlaufzeit ist ein Monat. Der "Normalpreis" ist bei 12 Monaten angesetzt, darüber gibt es progressiv steigenden "Mengenrabatt", darunter einen Aufschlag auf den Monatspreis, der mit sinkender Laufzeit steigt. Dazu kommen dann noch Aufpreise für diverse Optionen wie zusätzliche Leistung, den benötigten Speicherplatz, längere Supportzeiten oder verschiedene Backup-Formen. In einigen Monaten sollen zudem noch weitere Optionen, beispielsweise für einen höheren Verfügbarkeitslevel, hinzukommen. (Hans Jörg Maron)

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