Auch Windows 10 kriegt 10 Jahre Support

20. Juli 2015, 13:43
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Fünf Jahre Mainstream, Fünf Jahre Extended Support, wie gehabt. Aber was bedeutet das eigentlich beim "letzten Windows" genau?

Fünf Jahre Mainstream, Fünf Jahre Extended Support, wie gehabt. Aber was bedeutet das eigentlich beim "letzten Windows" genau?
Auf der Website, auf der die "Lebenszyklen" seiner Produkte angegeben werden, hat Microsoft nun sozusagen das offiziell gemacht, was bereits in diversen Pressemitteilungen und Blogposts angedeutet wurde: Auch Windows 10 soll, wie schon die Vorgängerversionen, zehn Jahre lang kostenlos Updates erhalten, fünf Jahre im Mainstream Support und danach noch fünf Jahre in der Extended-Support-Phase. Während des Mainstream-Supports können Updates auch neue Funktionen beinhalten, danach gibt es noch Security-Patches und Bugfixes.
Dies sollte Spekulationen eindämmen, dass der Softwareriese für gerätegebundene Windows-10-Lizenzen nach einiger Zeit ein Abonnement einführen und Updates nur noch an zahlende Kunden verteilen könnte. Microsoft war an diesen Spekualtionen zu einem guten Teil selbst Schuld: Seit Anfang Jahr hatten Mirosoft-Vertreter gesagt, dass Windows 10 während einer "unterstützten Lebenszeit" (supported Lifetime) eines Geräts kostenlose Updates erhalten werde. Der Ausdruck "supported Lifetime" wurde aber gegenüber Journalisten auch auf Nachfrage nicht näher erklärt.
Auf der Lebenszyklus-Seite erklärt Microsoft nun etwas genauer, was mit der "supported Lifetime" gemeint ist: Es geht darum, wie lange ein Hersteller ein Gerät so weit unterstützt, so dass es auch die neusten Windows-Updates noch schlucken kann. Bei Windows 10 werden Updates kumulativ sein. Das bedeutet unter anderem, dass man alle früheren Updates eingespielt haben muss, um das nächste zu erhalten. Updates könnten aber auch neue Features enthalten, die neuere Treiber bedingen, die der Gerätehersteller verteilen muss. Wenn dies nicht mehr der Falls ist, erhält ein Gerät möglicherweise auch keine Windows-Updates mehr. Auch Security-Patches scheinen davon betroffen zu sein - zumindest sagt Microsoft nicht, dass sie eine Ausnahme sind.
Natürlich hat dies sofort neue Spekulationen ausgelöst, dass Microsoft damit Geräteherstellern ein ziemliches Druckmittel in die Hand gibt, um Kunden schneller zu Hardwareneuanschaffungen zu bewegen.
Noch unklar ist zudem, wie sich das traditionelle Mainstream/Extended-Support-Schema und seine Fristen überhaupt auf das "letzte Windows" noch anwendbar ist. In Zukunft soll es ja keine grossen Windows-Generationssprünge mehr geben. Windows 10 soll stattdessen einfach Windows 10 bleiben und als "Windows-as-a-Service" immer wieder durch Updates modernisiert werden. Auf der Lebenszyklus-Seite steht, dass sich die aktuellen Fristen auf das "Windows 10, das am 29. Juli veröffentlicht wird", beziehen. Wird Microsoft die Fristen danach mit jedem Update weiter hinausschieben? Oder alle ein bis zwei Jahre eine neue zeitliche Marke setzen? Auch die bekannten Microsoft-Beobachter in den USA scheinen von ihren internen Quellen noch keine Antworten darauf erhalten zu haben. (hjm)

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