Auch Windows 7 mit XP-Downgrade-Recht

7. April 2009, 15:17
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Ausserdem könnten bereits zum Voraus mit XP ausgerüstete PCs in Zukunft wieder einfacher erhältlich werden. Der Mainstream-Support endet trotzdem

Ausserdem könnten bereits zum Voraus mit XP ausgerüstete PCs in Zukunft wieder einfacher erhältlich werden. Der Mainstream-Support endet trotzdem.
Eigentlich möchte Microsoft ja mit Windows 7 ein neues Betriebssystem liefern, bei dessen Gebrauch die User nicht mehr massenhaft von der Sehnsucht nach der Rückkehr zu Windows XP gepackt werden. Aber beim ungeliebten Vista hat sich die "Downgrade-Option" eingebürgert und Microsoft sieht nun anscheinend keinen Grund, die Freiheit der PC-Käufer bei der Betriebssystemwahl bei Windows 7 wieder stärker einzuschränken.
Im Gegenteil, die Redmonder gehen beim Windows-7-Downgraderecht noch einen Schritt weiter: In der weisen Erkenntnis, dass ein Downgrade auf XP wohl weiterhin eher gefragt sein wird, als ein Downgrade auf Vista, wird Microsoft Usern als Teil der Windows-7-Lizenz das Recht einräumen, nicht nur die letzte sondern auch die vorletzte Windows-Version einzusetzen. Dies bestätigten Microsoft-Vertreter gestern, wie die US-Fachpresse berichtet.
Unternehmen mit Volumenlizenzen für Windows haben schon seit längerer Zeit das Recht, gekaufte Lizenzen auch für den Betrieb jeglicher gewünschter früherer Windows-Versionen einzusetzen, also auch für Windows 2000 und ältere Versionen.
Für welche Einzelplatz-Versionen von Windows 7 das Downgraderecht gewährt und wie es genau gehandhabt werden wird, wurde allerdings noch nicht bekannt gegeben. Es ist naheliegend, anzunehmen, dass es wie bei Vista für die Versionen Ultimate und Professional gelten wird.
Zudem könnte es in Zukunft auch wieder einfacher werden, PCs gleich von Anfang an mit dem gewünschten Betriebssystem zu kaufen, ohne sie selbst umstellen zu müssen. Wie gestern ebenfalls bestätigt wurde, hat Microsoft die Bestimmungen für PC-Hersteller abgeändert. Bisher durften sie einen PC nur auf ausdrücklichen Wunsch des spezifischen Endkunden mit XP statt Vista auszurüsten. Nun erlaubt ihnen Microsoft wieder, PCs nach dem geschätzten Bedarf in den verschiedenen Zielmärkten mit den entsprechenden Betriebssystemen vorauszustatten und auszuliefern.
Aber auch das ändert nichts daran, dass sich Windows XP nun in die letzte Phase seines Lebens eintritt: Der Mainstream-Support endet, wie vorgesehen genau in einer Woche am 14. April. Danach soll es noch fünf Jahre lang, bis im April 2014, Sicherheitsupdates geben. (Hans Jörg Maron)

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