Auf dem Weg zum optoelektronischen Superchip

18. März 2008, 15:30
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IBM hat nach eigenen Angaben einen weiteren Schritt auf dem langen Weg zum optoelektronischen, vielkernigen Superchip gemacht.

IBM hat nach eigenen Angaben einen weiteren Schritt auf dem langen Weg zum optoelektronischen, vielkernigen Superchip gemacht. Und zwar ist es "Big Blue" gelungen, einen winzigen optischen Switch (Schalter) zu bauen. 2000 dieser Switchlein, die pro "Farbe" des durchgeleiteten Lichts bis zu 40 Gbit pro Sekunde schalten können, haben auf einem Quadratmillimeter Platz.
Die winzigen Schalterlein sollen in einer künftigen Super-CPU dazu dienen, Informationen zwischen verschiedenen Kernen des Chips umzuleiten (siehe Illustration). Die Chiphersteller planen, zentrale Prozessoren mit Dutzenden wenn nicht gar Hunderten von Kernen auszustatten. Das Problem dabei ist, dass gewöhnliche Kupferleitungen zuviel Strom verbrauchen und zuviel Abwärme produzieren würden und ausserdem auch die nötige Transportgeschwindigkeit nicht hinkriegen würden. Die Alternative wäre ein auf einer CPU angebrachtes optisches Netzwerk. Also experimentiert man bei IBM mit dem Bau von optoelektronischen Komponenten für den Datentransport zwischen den vielen Kernen der künftigen Prozessoren.
Man glaubt, dass ein solches kleinstes optisches Netzwerk bis zu 100 mal mehr Daten zwischen CPU-Kernen transportieren kann und dabei erst noch 10 mal weniger Strom benötigt und damit auch weniger Abwärme produziert. Die Wärmeproduktion von Prozessoren wird immer mehr zu einem Faktor, der deren maximal mögliche Rechenleistung beschränkt. (Christoph Hugenschmidt)
(Illustration: © by IBM)

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