Auf Facebook suchen, bei Microsoft finden

16. Januar 2013, 11:43
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Facebook startet eine eigene Suchfunktion "Graph Search", und ermöglicht damit die Suche innerhalb der sozialen Plattform.

Facebook startet eine eigene Suchfunktion "Graph Search", und ermöglicht damit die Suche innerhalb der sozialen Plattform.
Wenn Facebook ruft, dann schauen alle hin. Am Dienstagabend hat die soziale Plattform eingeladen und damit die ganze Medienwelt in Aufruhr versetzt - was wird der Gründer und CEO Mark Zuckerberg vorstellen? Das Geheimnis ist gelüftet und heisst "Graph Search". Damit soll das Freundschaftsnetzwerk schnell und gezielt nach komplexen Zusammenhängen durchsucht werden können. Die neue Suchmaschine soll aber laut dem Chef keine Konkurrenz zu Google darstellen. Fragen an die Suche lassen sich als Fragesätze formulieren, wobei die Software die Texteingabe mit Vorschlägen zu beschleunigen sucht. Dahinter steht Microsofts Suchmaschine Bing, die die Ergbnisse aus dem Web ins Suchfenster von Graph Search liefern soll.
Immer wieder betonte Zuckerberg die Wichtigkeit der Privatsphäre, und wie sehr seine Firma sich bemühe, die verschiedenen Einstellungen der Nutzer zu beachten. Mehr als zehn Prozent der gesamten Rechenleistung der Server in Facebooks Rechenzentren werden dafür verwendet diese Zugriffsrechte zu verwalten, sagte Zuckerberg. Bereits seit Monaten baut Facebook dafür seine Server-Zentren aus, erst kürzlich ging eine neue riesige Serverfarm im US-Bundesstaat Oregon in Betrieb.
Seit heute Mittwoch ist die neue Suchfunktion in eine begrenzten Beta-Phase gestartet. Bei Interesse kann man sich auf einer Warteliste dafür eintragen.
Top oder Flop?
Die Enttäuschung einiger Facebook-Anhänger war gross - die Aktie sank noch während der Präsentation von Zuckerberg um rund drei Prozent. Viele haben sich mehr erhofft - etwa ein eigenes Betriebssystem für Smartphones oder ein Facebook-Smartphone.
Es gibt aber auch positive Stimmen. Mit dem Graph Search habe Facebook beispielsweise eine Grundlage geschaffen, um mit passender Werbung für Suchanfragen mehr Geld zu verdienen. Mit diesem Modell verdient auch Konkurrent Google viel Geld. Ausserdem sei der Graph eine Möglichkeit weiter zu wachsen, und die Nutzer länger auf dem sozialen Netzwerk zu halten. Natürlich schielt Facebook auch auf die Werbeeinnahmen von Google. (lvb)

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