Aufregung um Smart Meter in Basel

6. September 2013, 15:53
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In Basel sorgt die Einführung von intelligenten Stromzählern (Smart Meter) seit einigen Tagen für Aufregung.

In Basel sorgt die Einführung von intelligenten Stromzählern (Smart Meter) seit einigen Tagen für Aufregung. Wie die 'TagesWoche' heute berichtet, gibt es aufgrund der "Strom-Spione" einige Proteste gegen die Industriellen Werke Basel (IWB). Hinzu kommt, dass gestern Beschwerden auftauchten, die Auftragsvergabe sei nicht fair gewesen.
Die IWB haben nun mit dem Datenschutzbeauftragten des Kantons Basel-Stadt Ausführungsbestimmungen erarbeitet, die morgen im Kantonsblatt veröffentlicht werden, so die 'TagesWoche'. Damit wird die rechtliche Grundlage klarer. Die Stromzähler sollen dabei helfen, genauere Prognosen über den Strombedarf zu liefern. An individuellen Kundendaten seien die IWB dagegen nicht interessiert. Die Daten würden pseudonymisiert und verschlüsselt über eine Kommunikationsleitung an die IWB übertragen. Das übrig bleibende Restrisiko für einen böswilligen Datenmissbrauch durch Externe sei vergleichbar mit demjenigen von E-Banking, so der Datenschutzbeauftragte Beat Rudin in der 'TagesWoche'.
Ein direkter Rückschluss darauf, welche Geräte ein Kunde benutze oder gar TV-Sender er gerade schaue, sei nicht möglich. "Die Mitarbeiter mit Zugang zu den Daten haben keinen Zugang zu den Schlüsseln, weshalb sie die Daten auch nicht den einzelnen Kunden zuweisen können", zitiert die 'TagesWoche' Markus Küng, Leiter Netze bei den IWB.
Die IWB betonten, man habe mit den Geräten bisher nur jene Funktionen gebraucht, für die es eine gesetzliche Grundlage gebe. Bisher habe man damit lediglich die Zählerstanderfassung automatisiert. (mim)

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