Aufschwung: Über 750 frische Informatik-Studis

17. September 2015, 13:02
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753 junge Frauen und Männer haben ein Bachelor-Studium der Informatik oder eines Informatik-nahen Fachs begonnen. Weit mehr steigen über eine Berufslehre ein.

753 junge Frauen und Männer haben ein Bachelor-Studium der Informatik oder eines Informatik-nahen Fachs begonnen. Weit mehr, nämlich über 2100, packen dieses Jahr die Berufslehre in Informatik oder Mediamatik an.
Das Studienfach Informatik ist sehr viel beliebter geworden. Dieses Jahr starten schweizweit über 750 junge Männer und Frauen ein Bachelor-Studium in Informatik oder einem Informatik-nahen Fach wie Computational Science (Uni Basel), Communication Systems (EPFL) oder Wirtschaftsinformatik. In Wirklichkeit dürften es noch mehr sein, denn noch fehlen uns die Zahlen der Università della Svizzera italiana. Auch könnten sich noch einige Studenten mehr immatrikulieren und wir haben nicht nachgefragt, wieviele Maturanden sich für das neue, duale Informatik-Studium an der FFHS entschieden haben.
Im Vergleich dazu: 2010 schrieben sich nur fast genau halb so viele, nämlich 387 StudentInnen in der Fachrichtung Informatik ein.
Dreimal mehr Lehrlinge
Wie wichtig die Berufsausbildung weiterhin ist, zeigen die neuesten Zahlen, die uns ICT-Berufsbildung Schweiz zur Verfügung gestellt hat. Ungefähr 1800 junge Leute beginnen dieses Jahr eine Lehre als InformatikerIn, weitere 350 eine Lehre als MediamatikerIn. Zudem steigen ungefähr 110 Menschen in die Ausbildung als Informatikpraktiker ein.
Viele InformatikerInnen setzen nach dem Abschluss einer Lehre ihre Ausbildung später an einer Fachhochschule fort.
ETH und EPFL dominieren
Die beiden ETHs in Zürich und Lausanne sind in der Schweiz die wichtigsten universitären Informatik-Schulen. An der ETH Zürich begannen dieses Jahr 256 Menschen das Informatik-Studium, sieben Prozent mehr als letztes Jahr. 33 Frauen wagen den Einstieg in die Informatik an der ETH. An der EPFL begannen 144 Personen das Informatik-Studium, 23 davon sind Frauen. Zusätzlich starteten 73 junge Leute das Studium in Communication Sciences.
Die weiteren Zahlen:
Uni Zürich: 127, Uni Bern 50, Uni Basel 47 (inklusive Computational Science), Uni Genf 29 und Uni Fribourg 27 (inklusive Wirtschaftsinformatik). Die Zahlen der Tessiner Universität liegen uns noch nicht vor.
Nicht berücksichtigt haben wir die Fachhochschulen, weil deren Studenten oft bereits eine Berufsausbildung haben. Ebenfalls ncht gezählt haben wir die Beginner eines Master-Studiums. Zudem ist zu bedenken, dass viele Naturwissenschaftler und (Elektro-)Ingenieure später in die Informatik umsteigen. (Christoph Hugenschmidt)
Foto Startseite: Hans Rudolf Stoll
Foto oben: Foto: Shepard4711

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