Aus Sesam und Winware wird 'Sage 50'

5. Juni 2009, 13:54
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Sesam und Winware werden in eine Produktlinie zuammengeführt. Sage will Verwendung von unbezahlten Lizenzen unterbinden.

Sesam und Winware werden in eine Produktlinie zuammengeführt. Sage will Verwendung von unbezahlten Lizenzen unterbinden.
Gestern lancierte der britisch-luzernische Hersteller von KMU-Geschäftslösungen, Sage, lancierte gestern neue Versionen von Sesam und Winware. Neu heissen die im KMU-Umfeld weit verbreiteten Lösungen nur noch 'Sage 50' - die traditionellen Schweizer Produktnamen werden früher oder später ganz verschwinden.
'Sage 50' gibt es in vier Linien: "Easy" (früher ein eigenständiges Produkt) für Selbständige und Kleinstunternehmen, "Lite" für kleine Unternehmen, die eher nur eine Buchhaltung brauchen, "Standard" für KMU, die professionelle Funktionen in ihrem Rechnungswesen möchten und "Professional" für Firmen mit zwischen 50 und 250 Mitarbeitenden.
Winware, die KMU-Software, die Sage vor Jahren übernommen hatte, um deren Vertriebsrechte dann aber ein wüster Rechtsstreit entbrannte, wird völlig in 'Sage 50' integriert. 'Winware Standard' wird zu 'Sage 50 Lite', 'Winware Gold' zu 'Sage 50 Standard' und 'Winware Platin' zu 'Sage 50 Professional'. Die von Sage entwickelte Version 'Winware 2008' wird nicht mehr ausgeliefert. Die Migration von Winware 2008 zu 'Sage 50' ist gemäss Sage-KMU-Chef Marc Ziegler "problemlos möglich". Anwender einer älteren Winware-Version bietet Sage die Migration für 250 Franken vor Ort an.
Kein Wort mehr von SQL-Server
Völlig aufgegeben hat Sage offenbar den Plan, Sesam (oder 'Sage 50') auch zusammen mit der Datenbank SQL-Server von Microsoft zu betreiben. Die gestern vorgestellte neue Version der KMU-Software läuft mit Pervasive.SQL 10.10 und mit der Vorgängerversion 9.6. Diese Datenbank ist - ganz im Gegensatz zu SQL Server - kostenlos. Einzig die Auftragsbearbeitung von 'Sage 50' kann zusammen mit MS SQL Server Express oder 2005 betrieben werden.
Kampf gegen "Übernutzung" und Bugs
Sage will offenbar mit 'Sage 50' verhindern, dass Kunden mehr User als angemeldet mit der Software arbeiten lassen oder Module benützen, die sie nicht gekauft haben.
Neu muss man die KMU-Lösung online "aktivieren", um sie benützen. Bei der Aktivierung wird ein Hardware-Code generiert - die Software ist damit nicht ohne weiteres auf anderen Servern oder PCs (bei Einzelplatzversionen) installierbar.
Zudem soll das Produkt, das gestern an einer Veranstaltung für Wiederverkäufer vorgestellt wurde, wesentlich stabiler und fehlerfreier sein, als die Vorgängerversion. 'Sage 50' wurde ausserdem um eine ganze Reihe von Funktionalitäten ergänzt. (Christoph Hugenschmidt)

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