Ausblick und Rückblick: Symantec-Security-Trends 2012

12. Januar 2012, 09:00
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Symantec prophezeit für 2012 mehr gezielte Angriffe auf Industrie und eine verstärkte Virtualisierung von Daten.

Symantec prophezeit für 2012 mehr gezielte Angriffe auf Industrie und eine verstärkte Virtualisierung von Daten.
Der Software-Spezialist Symantec stellt Prognosen, wie sich das Jahr 2012 in Bezug auf Computer-Sicherheit verändern wird. Die Hacker-Angriffe auf Industriesysteme werden zunehmen, dies beweist der erst kürzlich entdeckte Wurm Duqu, der beim Auftauchen als Vorbote für einen zukünftigen Stuxnet-ähnlichen Angriff gehandelt wurde. Die Tatsache, dass es etliche solche Angriffe bereits gegeben hat, die schlichtweg nicht entdeckt wurden, lässt erahnen, dass 2012 erneut mit zielgerichteten Attacken auf Industrieanlagen verschiedener Branchen zu rechnen ist, sagte Managing Director Frank Thonüs an einer Medienkonferenz.
Neben der Industrie muss sich auch das Segment Mobile wappnen, denn Schadsoftware ist auf dem Vormarsch. Smartphones schiessen wie Pilze aus dem Boden und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken auch. Laut 'Gartner' soll der Absatz von Smartphones die PCs übertreffen und das mit einer Stückzahl von 461 Millionen. Die rasanten Wachstumszahlen ziehen Cyberkriminelle an, was man an der steigenden Verbreitung mobiler Malware sieht. Die Prognose für 2012 sieht demzufolge so aus, dass sich die Verbreitung von Malware weiterhin verstärken wird. Dabei werde es sich hauptsächlich um infizierte Anwendungen handeln, die der Benutzer selbst herunterlädt. Die Gefahr gilt noch als gering.
Gezielte Cyberangriffe nehmen zu
Wie schon im vergangenen Jahr, werden die gezielten Cyberangriffe auch das 2012 vermehrt tangieren. So werden die potenziellen Opfer und deren Beziehungen über soziale Netzwerke ausfindig gemacht und genau studiert. Das Thema "Digitale Industriespionage" soll ein verbreiteter Begriff werden, dies zeigen jüngste Beispiele von Cyberattacken. Weil immer mehr Unternehmen auf soziale Netzwerke setzen, werden die Angriffe demzufolge vermehrt dort passieren.
Anbieter von SSL-Zertifikaten standen 2011 im Visier der Angreifer. So wurde verbreiteter Diebstahl digitaler Zertifikate verzeichnet. Die Zertifikate-Anbieter à la DigiNotar und Comodo haben ihre Sicherheitsmassnahmen bereits verstärkt. Werden auch andere SSL-Zertifizierungsstellen höhere Sicherheitsstandards implementieren, biete diese Technologie weiterhin grosses Potenzial.
Virtualisierung erfordert Sicherheit
'Cloud' wird 2012 weiterhin gross geschrieben und dies bedeutet eine zunehmende Gefahr von virtuellem Datenklau. So gehören Sicherheitskonzepte, Storage Management und Backup-Lösungen, die sich sowohl auf physische als auch auf virtuelle Umgebungen anwenden lassen, zuoberst auf die Menükarte der IT-Landschaft.
Der Backup-Lösungs-Markt wächst, das sieht man am Schutz virtueller Maschinen, die bereits über Backup, Deduplizierung, Snapshot-Management und Appliances verfügen. Jedoch sollte eine Zentralisierung von Backup-Lösungen eingeführt werden, denn der Wildwuchs in diesem Bereich erschwert den einzelnen RZs die Virtualisierungsprozesse und den Wechsel in die Cloud erheblich.
Naturkatastrophen wirken sich auf IT aus
Das 2011 verzeichnete viele Naturkatastrophen, die nicht nur die Infrastruktur vor Ort beeinträchtigten sondern globale Unternehmen in einen Engpass schleusten, weil diese zu schlecht vorbereitet waren. Ein Beispiel ist die Hardware-Herstellung in Asien. Offenbar verfügen 50 Prozent der KMU über keinerlei Disaster-Recovery-Plan. 41 Prozent kamen gar nicht auf die Idee, solch einen Plan einzurichten, 40 Prozent gaben an, DR-Pläne hätten für sie keinerlei Priorität, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Das Ziel 2012 sei, dass Unternehmen ihre IT ganzheitlich absichern - somit wird das Risiko von menschlichem Versagen oder Systemfehlern geringer gehalten.
Im 2012 sollen auch RZs ihre Strukturen modernisieren und in die Wolke einsteigen. Dies lohnt sich besonders aus dem Grund, dass Unternehmen von Vorteilen wie Skalierbarkeit, Flexibilität und mehr Kontrolle profitieren. Der Datentransfer in die Cloud bietet zudem den Vorteil, vorhandene Infrastruktur grundlegend zu ändern und stärker auf Cloud-Services auszurichten. (Hanna Lauer)

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