Ausgaben für Cloud-Infrastruktur steigen weiter an

24. Juni 2019, 11:00
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Für das Gesamtjahr 2019 korrigiert IDC die Prognosen vor allem im Bereich Public-Cloud aber nach unten.

Für das Gesamtjahr 2019 korrigiert IDC die Prognosen vor allem im Bereich Public-Cloud aber nach unten.
Laut den Analysten von IDC sind die weltweiten Umsätze mit Cloud-Infrastruktur im ersten Quartal 2019 auf 14,5 Milliarden US-Dollar gestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs von 11,4 Prozent im Jahresvergleich.
Die Prognosen für das laufende Jahr senkt IDC hingegen. Statt wie in einer früheren Studie von einem Wachstum von 4,4 Prozent gehen die Analysten nur noch von 1,6 Prozent und einem Jahresumsatz von 66,9 Milliarden Dollar aus.
Insbesondere für den Public-Cloud-Sektor, der den Hauptteil ausmacht, wird mit einer Abkühlung und noch einem Umsatz von 44,5 Milliarden Dollar gerechnet: ein Rückgang von 2,2 Prozent gegenüber 2018.
Im Gegensatz dazu seien die Ausgaben für Private Cloud-Bereich stabiler gewachsen. Im ersten Quartal 2019 stiegen die Einnahmen der Anbieter von Private-Cloud-Umgebungen im Jahresvergleich um 16,9 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar. IDC geht davon aus, dass die Ausgaben in diesem Segment 2019 gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Prozent steigen werden.
Mehr Ausgaben für Ethernet-Switches
Auf die drei Technologiesegmente in Cloud-Umgebungen aufgeschlüsselt, geht IDC von einem Wachstum bei den Ethernet-Switches und Speicherplattformen aus, während die Ausgaben für Compute Platforms 2019 voraussichtlich zurückgehen werden.
Die Studie rechnet mit einem Zuwachs von 20,9 Prozent bei den Ethernet-Switches und 1,9 Prozent bei den Speicherplattformen. Für die Compute Platforms wird ein Rückgang von 2,8 Prozent erwartet. Mit 34,2 Milliarden Dollar bleiben sie aber der grösste Ausgabenposten für Cloud-Infrastruktur.
Bei den geographischen Regionen verzeichneten der Nahe Osten und Afrika mit 35,3 Prozent im Jahresvergleich das grösste Wachstum. Dahinter folgt Westeuropa inklusive der Schweiz mit 25,4 Prozent.
Dell führt Hersteller-Ranking an
An der Spitze der Anbieter für Cloud-Infrastruktur steht nach wie vor Dell mit einem Marktanteil von 17,8 Prozent. Dell konnte den Umsatz im ersten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode um über 20 Prozent auf fast 2,6 Milliarden Dollar steigern. Ähnlich beim Umsatz konnte auch HPE auf Platz zwei (Marktanteil 12 Prozent) zulegen. Auf Platz drei und vier folgen Cisco (Marktanteil 7,2 Prozent) und Lenovo (Marktanteil 4,6 Prozent).
Langfristig geht IDC davon aus, dass die Ausgaben für Cloud-Infrastruktur mit einer jährlichen Wachstumsrate von 7,5 Prozent ansteigen werden. 2023 sollen sie bei 94,5 Milliarden US-Dollar liegen und 57,6 Prozent der gesamten IT-Infrastrukturausgaben ausmachen. (paz)

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