Autonome Autos ante portas

6. Januar 2015, 16:16
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Vor allem deutsche Hersteller fallen mit Innovationen auf.

Vor allem deutsche Hersteller fallen mit Innovationen auf.
An der Elektronikmesse CES in Las Vegas werden bekanntlich nicht nur profane Gadgets vorgestellt, sondern auch vernetzte Autos. Spätestens seit der Internetkonzern Google letztes Jahr sein autonomes Automobil vorgestellt hat.
Die diesjährige CES markiert nun einen Meilenstein, denn mehrere Autohersteller demonstrieren, dass die Technik bereit ist. Insgesamt sind zehn Autohersteller in Las Vegas präsent. Audi hat einen autonom fahrenden A7 für zwei Tage auf eine fast 900 Kilometer lange Reise geschickt. Daimler brachte mit dem F015 (Foto) einen Mercedes-Prototyp mit, der von Grund auf dafür entworfen wurde, ein selbstfahrendes Auto zu sein. Der Fahrgastraum wurde dadurch verlängert, dass die Achsen wie bei einer Kutsche so weit wie möglich auseinander stehen. Die vorderen Sitze kann man drehen, damit sich die Insassen bequem unterhalten können. Hält das Auto an einem Zebrastreifen, kann es mit Fussgängern reden, um sie durchzulassen. Klar, dass die Passagiere von diversen Bildschirmen umgeben sind und Apps - zum Teil nur mit Augenbewegungen - nutzen können.
Die Luxuslimousine ist so etwas wie ein Gegenentwurf zu den minimalistischen selbstfahrenden Zweisitzern von Google, denen man ansieht, dass sie einfach nur Leute von A nach B bringen sollen. Daimler-Chef Dieter Zetsche findet sogar eine philosophische Existenzberechtigung für das grosse selbstfahrende Auto. "Das wertvollste Gut im 21. Jahrhundert sind privater Raum und Zeit", sagt er. So ein autonomer Mercedes biete gleich beides. Es sei der dritte Ort neben Zuhause und Büro, an dem man sich aufhält.
Die Vertreter der Autoindustrie sind sich einig, dass das Auto von morgen vernetzt sein soll. Das sei "ein Grundbedürfnis der Menschen", sagte Audi-Technikvorstand Ulrich Hackenberg. "Audi ist der erste deutsche Autohersteller auf der CES gewesen. Wir sind zum fünften Mal da. Jetzt sind die anderen nachgekommen." Andere Hersteller wie Volkswagen setzen auf Verbesserungen mittels neuer Technik, etwa bei der Bedienbarkeit (der Golf R Touch kommt fast ohne Schalter aus) oder beim Parkieren: BMW-Fahrer sollen künftig ihr Auto vor dem Parkhaus verlassen und es alleine auf Parkplatzsuche schicken können. (mim)

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