Autsch! Anwenderfirmen reduzieren ihre IT-Budgets

4. März 2009, 14:24
  • channel
  • krise
  • cio
image

Margen der Anbieter, insbesonders von Software-Anbietern, geraten unter Beschuss.

Margen der Anbieter, insbesonders von Software-Anbietern, geraten unter Beschuss.
Heute stellte die deutsche Wirtschaftszeitung 'Handelsblatt' die diesjährige Ausgabe der Studie "Was bewegt IT-Entscheider" an der CeBIT vor. Die Untersuchung wurde vom Marktforscher Droge & Comp. durchgeführt. Befragt wurden 322 CIOs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Ging man noch vor wenigen Monaten von einem leichten Wachstum der Informatik-Investitionen in der Schweiz aus, so zeichnet die Untersuchung von Droge & Comp. ein wesentlich düstereres Bild. Knapp die Hälfte (43 %) der befragten Unternehmen im deutschsprachigen Raum will die Ausgaben für Informatik kürzen, bei immerhin 15 % der Befragten betragen die Budgetreduktionen sogar ein Zehntel oder mehr. Insgesamt ermittelten die Marktforscher einen Rückgang der geplanten Ausgaben für Informationstechnologie um 4,2 Prozent.
Gespart werden soll vor allem im Unterhalt der bestehenden Infrastrukturen. So werden die Erneuerungszyklen für PCs und Notebooks verlängert und die IT-Manager richten ihr Augenmerk vermehrt auf die Kosten für betriebswirtschaftliche Software.
Anbieter kommen unter Druck
Andreas Resch, bis vor kurzem noch CIO des Pharmakonzerns Bayer, sprach gegenüber dem 'Handelsblatt' sogar von einer "Lopezierung" der IT-Industrie. Er verweist damit auf den umstrittenen ehemaligen Chefeinkäufer des VW-Konzerns, der Zulieferer unbarmherzig unter Druck setzte und so die Beschaffungskosten reduzierte und gleichzeitig eine Konsolidierungswelle unter Auto-Zulieferern auslöste.
Wolfgang Gaertner, CIO der Deutschen Bank, sagte der Wirtschaftszeitung, der Druck zu Kostenreduktionen schliesse auch die Überprüfung aller Anbieter-Verträge mit ein. VW-CIO Klaus Hardy Mühleck stiess ins gleiche Horn und berichtete, dass sein Konzern zur Zeit neue Lizenz- und Wartungsverträge aushandle. Unter Druck kommen vor allem auch die Lieferanten der komplexen und teuren ERP-Systeme. Oracle, Microsoft und SAP erreichten in der Verangenheit operative Margen von 20 bis - je nach Produkt und Markt - weit über 30 Prozent. Solche Gewinnspannen sind in reifen Industrien, wo man mit 15 Prozent operativer Marge bereits ein Star ist, niemals zu erreichen. Nun geraten auch die öffentlich verkündeten Margenziele der Softwarehersteller unter Druck. (Christoph Hugenschmidt)

Loading

Mehr zum Thema

image

BRACK.CH Business: digital und persönlich

Das Einkaufserlebnis so angenehm und einfach wie möglich zu gestalten, ist im Privatkundenbereich längst selbstverständlich. BRACK.CH Business hat sich das und noch mehr für seine Geschäftskunden auf die Fahnen geschrieben – sowohl beim Online-Angebot als auch in der persönlichen Betreuung.

image

Netrics gründet eine eigenständige Consulting Boutique

Die neue Firma namens Aliceblue bietet unter anderem Beratung im Bereich Cloud-Technologie. Das Team besteht aus IT-Veteranen.

publiziert am 8.12.2022
image

Für Gemeinden ist IT-Sicherheit ohne Dienstleister nicht zu haben

Gemeinden sind keine Unternehmen, aber müssen – und wollen – ihre IT ebenso modernisieren, sagt Marco Petoia vom Gemeinde-RZ-Betreiber RIZ in Wetzikon. Fällanden und Bauma erklären uns, warum.

publiziert am 7.12.2022
image

Best of Swiss Apps kürt die besten App-Dienstleister

Die Veranstalter der Best of Swiss Apps Awards haben ein Ranking der besten App-Dienstleister 2022 aufgestellt.

publiziert am 7.12.2022