Avaloq-Banken sind kosteneffizienter als Finnova-User

11. Dezember 2015, 13:22
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Swisscom dominiert den IT-Outsourcing-Markt, verliert aber Marktanteile.

Swisscom dominiert den IT-Outsourcing-Markt, verliert aber Marktanteile.
Die aktuelle Ausgabe von "Handout Swiss Banking 2015" soll eine Marktanalyse zu den Themen Bankenlösungen, IT-Outsourcing und Business Process Outsourcing bieten. Eine Analyse der Cost-Income-Ratios (CIR) von 78 Banken zeigt demnach, dass die Avaloq-Banken im Mittel effizienter sind, aber auch, dass die effizientesten Banken eine Finnova-Lösung einsetzen.
Gemessen an der CIR haben sechs der Top-10-Banken ein Kernsystem von Finnova im Einsatz und nur drei ein Avaloq-System. Die Effizienz der Avaloq-Banken habe sich aber im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert und im Mittel sind die Avaloq-Institute effizienter als jene, die ein Finnova-System einsetzten.
Finnova hat am meisten Kunden
Was den Marktanteil der Anbieter von Bankensoftware anbelangt, hätte sich unter den führenden nichts verändert. Finnova bleibt gemessen an der Anzahl der Banken mit einem Anteil von 38% aller Institute Marktführer. Avaloq liegt mit einem Anteil von 20 Prozent an zweiter Stelle. Misst man den Anteil nach Mitarbeitenden der Institute liegt jedoch Avaloq mit 40 Prozent Marktanteil vorne.
Noch dominiert Swisscom den Outsourcing-Markt
Die Marktforscher von Active Sourcing haben sich auch den Schweizer IT-Outsourcing-Markt angesehen. Demnach ist hier Swisscom nach Anzahl Banken mit 54 Prozent Martkanteil eindeutiger Marktführer. Der Telco habe jedoch in den letzten Jahren stark verloren; 2013 waren es noch über 60 Prozent Marktanteil. Als Hauptgrund nennt Active Sourcing den Konsolidierungsprozess der Banken, der sich bei den Swisscom-Kunden stärker ausgewirkt habe, als bei den anderen Outsourcern. Hinter dem Telco folgen Inventx mit knapp zehn Prozent und B-Source mit 9 Prozent Marktanteilen. (kjo)
Bild Startseite: Gesamtmarkt IT-Outsourcing nach Anbieter. Quelle Active Sourcing, 2015

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