Avaloq erwartet "erhöhten Appetit auf digitale Lösungen"

3. April 2020 um 09:10
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Die Softwareschmiede hat ihr Bilanzergebnis 2019 präsentiert. Wir haben Avaloq zur aktuellen Lage befragt.

Gestern hat Avaloq die Bilanz für 2019 publiziert. Mit einem Umsatz von 609 Millionen Franken konnte die Softwareschmiede ein Rekordergebnis für das vergangene Jahr ausweisen. Wir haben nachgefragt, wie sich die aktuelle Situation auf den Softwareanbieter auswirkt.
Da Avaloq auch in Asien präsent ist, habe man schon früh wertvolle Erfahrungen sammeln können, sagt uns Communications Manager Gyentsen Zatul. Dies habe geholfen, entsprechende Massnahmen auch in Europa umzusetzen. So sei es möglich gewesen, einen Grossteil der Angestellten rasch ins Homeoffice zu verlegen. Bislang, so Avaloq, sei die Produktivität stabil.
Bei Avaloq gebe es derzeit offene Stellenangebote. Allerdings sei man im Recruiting-Prozess – wie wohl viele anderen Firmen – derzeit vorsichtig. Man suche aber weiterhin nach Schlüssel-Talenten, um das Service-Niveau, wie es die Kunden gewohnt sind, aufrecht erhalten zu können.
Bei den Banken sei es aufgrund der aktuellen Lage zu einem Anstieg bei den Trading-Aktivitäten gekommen. "Dies kann zu einer erhöhten Arbeitsbelastung auf unserer Seite führen", sagt Zatul. Avaloq glaube zudem, dass viele Banken nach der Krise erkennen würden, dass sie nicht ausreichend vorbereitet gewesen seien, was die Digitalisierung ihrer Geschäfte anbelange. Dies werde "wahrscheinlich zu einem erhöhten Appetit auf digitale Lösungen, wie wir sie anbieten, führen", so der Unternehmenssprecher. 

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