Avaloq gewinnt LGT Bank

25. August 2006, 09:39
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Avaloq setzt mit der LGT Privatbank erstmals einen Fuss in den deutschen Markt.

Avaloq setzt mit der LGT Privatbank erstmals einen Fuss in den deutschen Markt.
Der Zürcher Bankensoftware-Hersteller Avaloq hat mit der Liechtensteiner LGT Bank einen weiteren, wichtigen Neukunden gewonnen. LGT wird die Corebanking-Lösung von Avaloq gruppenweit in Liechtenstein, der Schweiz, Deutschland und Singapur einsetzen. Damit kommt Avaloq dem Ziel, aus dem Schweizer Markt auszubrechen und weltweit Kunden anzusprechen, einen Schritt näher. Das System wird gemäss einer Mitteilung als Mehrinstanzeninstallation in jedem einzelnen Land installiert. Avaloq wird heute bereits von der Niederlassung der Privatbank Clariden in Singapur eingesetzt.
Gemäss Avaloq sind "mehrere Implementationspartner" in das Projekt involviert. Namentlich genannt wird einmal mehr die Swisscom-Tochter Comit. LGT wird das System aber selbst betreiben.
Die LGT Bank gehört dem Liechtensteiner Fürstenhaus und verwaltet mit etwa 1'500 Mitarbeitenden an 29 Standorten in Europa, Asien, dem Mittleren Osten und Amerika gegen 80 Milliarden Franken. Das "Fürstliche Vermögen" von 2,4 Milliarden Franken der Liechtensteiner Adelsfamilie wird ebenfalls von LGT betreut (und vermehrt).
Ohne grosses Trara verfolgt Avaloq eine eigentlich spektakuläre Internationalisierungsstrategie, an deren Ende wohl ein Börsengang stehen wird. Die Zürcher verschaffenen sich mit der Implementation des Kernbankensystems bei ausländischen Tochterfirmen von Schweizer oder eben Liechtensteiner Privatbanken erste, wichtige Referenzkunden im Ausland. Sie beweisen damit, dass sich ihr System auch an Nicht-schweizerische Verhältnisse, Geschäftsprozesse und Gesetze anpassen lässt. (Christoph Hugenschmidt)

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