Avaloq-Spezialisten sind anders - und teurer

18. Dezember 2009, 15:28
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Einer Marktstudie der IT-Personalagentur Gulp zufolge erhält ein selbständiger Avaloq-Spezialist im Durchschnitt 26,9 Projektanfragen auf sein Gulp-Profil pro Monat.

Einer Marktstudie der IT-Personalagentur Gulp zufolge erhält ein selbständiger Avaloq-Spezialist im Durchschnitt 26,9 Projektanfragen auf sein Gulp-Profil pro Monat. Die ebenfalls untersuchten Spezialisten für die vor allem in Deutschland zum Einsatz kommenden Core-Banking-Systeme OSPlus, Core 24 und MBS folgen mit 19,1 und 12,3 beziehungsweise 10,6 Anfragen pro Monat erst mit grossem Abstand. Dass Avaloq-Spezialisten gesucht sind, zeigt sich auch am verlangten Stundenlohn, der im Durchschnitt 131 Franken beträgt. Mehr als ein Fünftel der bei Gulp registrierten Avaloq-Programmierer verlangen sogar über 150 Franken pro Stunde.
Dass 47,5 Prozent der Avaloq-Spezialisten aus der Schweiz kommen, ist für Gulp nicht weiter verwunderlich, schliesslich handelt es sich beim Bankensoftware-Hersteller um eine Schweizer Firma. Speziell erscheint Gulp dabei aber der Anteil von 8,2 Prozent der Spezialisten, die in Österreich wohnen, wo Avaloq eine eigene Niederlassung in Wien betreibt. Auf einen so hohen Anteil kommen die anderen drei Systeme bei weitem beziehungsweise überhaupt nicht (Core 24 mit 2,6 Prozent, MBS und OSPlus mit jeweils 0 Prozent).
Sowohl was das Alter als auch die Berufserfahrung angeht, stechen die Avaloq-Spezialisten heraus. Sie sind im Vergleich zu ihren Kollegen etwas jünger und haben etwas weniger Berufserfahrung. Trotzdem können sie Stundenansätze fordern, die einiges höher liegen, als die ihrer Kollegen die auf andere Systeme spezialisiert sind. Gulp führt das auf die übersichtlicheren und besser definierten Einstiegsmöglichkeiten sowie das unter anderem höhere Lohnniveau in der Schweiz zurück. (bt)

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