Avaloq und das verspätete Paket

21. Januar 2010, 15:16
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Nein, Avaloq ist nicht in die Logistikbranche eingestiegen.

Nein, Avaloq ist nicht in die Logistikbranche eingestiegen.
Am vergangenen Montag gab der Zürcher Bankensoftware-Hersteller Avaloq bekannt, hiess es aber, die neue Kernbankensoftware gehe per 1. Mai 2009 live. Inside-it.ch wollte von den Verantwortlichen wissen, weshalb der Termin nicht eingehalten werden konnte.
In einer Stellungnahme von Alois Müller, CEO der Baloise Bank SoBa, heisst es: "Der GoLive-Zeitpunkt ist abhängig vom Beginn der Implementierungs- und Parametrierungsarbeiten. Diese konnten erst nach Lieferung des Starterkits begonnen werden. Diese Lieferung erfolgte zu einem späteren Zeitpunkt, was dazu führte, dass die Baloise Bank SoBa ihre Projektarbeiten zwar im geplanten Zeit- und Meilensteinplan abwickeln konnte, das gesamte Projekt aber zeitlich nach hinten verlagert werden musste."
Nun stellt sich die Frage, weshalb dieses "Fast-Fertig-Paket" – gemeint ist das LUKB-Starterkit – zu spät geliefert wurde. Diese Frage wollten bis heute weder die Baloise Bank SoBa noch Avaloq beantworten. Die Bank lässt lediglich wissen, dass sie keinen Einfluss auf die Verspätung hatte.
LUKB war auch spät dran
Der Grund für die verspätete Lieferung des LUKB-Starterkits an die Baloise Bank SoBa könnte damit zu tun haben, dass die LUKB selber erst Monate zu spät auf Avaloq wechseln konnte. Statt über den Jahreswechsel 2007/2008.
Allerdings: Die Baloise Bank SoBa war nicht die erste Bank, die mit Hilfe des LUKB-Starterkits auf Avaloq gegangen ist: Die Basler Kantonalbank ist bereits vor der Baloise Bank SoBa mit dem Starterkit der LUKB live gegangen, und zwar am 5. Oktober 2009. Offenbar ohne Probleme. Was wirklich der Grund für die achtmonatige Verspätung bei der Baloise Bank SoBa war, bleibt offen. (Maurizio Minetti)

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