Avantec und seine "virtuellen Standorte"

21. August 2012, 09:51
    image

    Näher am Kunden, ohne näher beim Kunden zu sein.

    Näher am Kunden, ohne näher beim Kunden zu sein.
    Der Zürcher Security-Dienstleister Avantec hat einen interessanten Marketing-Geistesblitz gehabt: Ab sofort, verkündet Avantec heute, habe man neben dem Hauptsitz in Zürich nicht weniger als elf weitere, "virtuelle" Standorte in der ganzen Schweiz.
    Konkurrenzkampf über Fahrtkosten
    An diesen Standorten hat Avantec aber weder Büros noch Mitarbeiter: Das gesamte 25-köpfige Team ist weiterhin in Zürich stationiert. Bei den virtuellen Standorten handelt es sich eigentlich um eine Fahrtkosten-Rabattaktion. Avantec verrechnet seinen Kunden nicht mehr die Fahrtkosten ab Zürich, sondern nur noch dem nächstgelegenen virtuellen Standort. Damit, so Avantec, seien die Fahrtkosten für Projekte so günstig sind wie bei einem lokalen Partner.
    Es dürfte spannend sein, ob Avantec mit dieser Aktion vermehrt Neukunden in anderen Regionen gewinnen beziehungsweise bestehende Kunden halten kann. Tiefere Fahrtkosten auf den Rechnungen freuen Kunden sicher, die geografische Distanz aber bleibt bestehen. Im Notfall, so Avantec argumentiert dagegen, sei man allerdings sowieso nur einen Telefonanruf weit entfernt: Bereits jetzt würden über 95 Prozent der Supportfälle vom Security Support Center Zürich per Fernzugriff gelöst. Avantec betreut nach eigenen Angaben gegenwärtig in der ganzen Schweiz rund 250 Unternehmenskunden aus den Bereichen Finanz, Dienstleistung, Industrie, Handel und Behörden. (hjm)

    Loading

    Mehr zum Thema

    image

    Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

    Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

    publiziert am 30.9.2022 7
    image

    IT-Woche: Datenschutz vs. Anwälte – wer gewinnt?

    Es läuft die Schlussviertelstunde des Spiels. Aktuell steht es Unentschieden. Die Anwälte sind im Angriff, aber die Datenschützer haben eine starke Verteidigung im Aufgebot.

    publiziert am 30.9.2022
    image

    Datenschützer äussern harsche Kritik an Cloud-Entscheiden von Behörden

    Die Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten (Privatim) fordert: Kein Freipass für Microsoft 365.

    publiziert am 30.9.2022
    image

    EPD-Infoplattform von eHealth Suisse gehackt

    Unbekannte haben von der Website Patientendossier.ch Nutzerdaten abgegriffen. Das BAG erstattet Anzeige, gibt aber Entwarnung.

    publiziert am 30.9.2022 2