Avnet und Ingram Micro leiden unter Wechselkursverlusten

27. April 2012, 09:33
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Avnet macht im Wesentlichen zweistellige Umsatzeinbrüche in EMEA, Währungsschwankungen und ein starkes Vorjahresgeschäft dafür verantwortlich, dass die weltweiten Erlöse im dritten Quartal des am 30.

Avnet macht im Wesentlichen zweistellige Umsatzeinbrüche in EMEA, Währungsschwankungen und ein starkes Vorjahresgeschäft dafür verantwortlich, dass die weltweiten Erlöse im dritten Quartal des am 30. Juni endenden Geschäftsjahres um 5,9 Prozent auf 6,28 Milliarden Dollar im Vorjahresvergleich zurückgegangen sind. Der Umsatz der für VARs wichtigeren Tochter Avnet Technology Solutions (TS) ist in Europa, Nahost und Afrika einschliesslich Währungsschwankungen um 12,1 Prozent auf 744,8 Millionen Dollar, weltweit um 8,1 Prozent auf 2,52 Milliarden Dollar geschrumpft. Der für die Distribution elektronischer Bauteile traditionell grössere Bereich, Avnet Electronics Marketing (EM), hat zwar in der Heimatregion Amerika um 10,8 Prozent zugelegt, in EMEA aber 17,8 Prozent des Vorjahresumsatzes verloren, so dass für den Geschäftsbereich mit 3,756 Milliarden Dollar global ein Minus von 4,3 Prozent zu verzeichnen war. Währungsbereinigt ist der Nettogewinn global um 10,7 Prozent auf 147,6 Millionen Dollar eingebrochen, woraus sich für die Aktie trotz steigender Bruttomarge ein Minus von 6,4 Prozent auf 1,03 Dollar ergab.
Avnet-CEO Rick Hamada sieht die Ergebnisse im Rahmen der eigenen Erwartungen und erklärte die Umsatzeinbrüchen unter anderem damit, dass die "V-förmige" Erholung im Vergleichszeitraum des Vorjahres nahezu ihren Peak erreicht habe. Bereits wieder bereinigte Lagerbestände hätten die Ergebnisse im dritten Fiskalquartal ebenfalls belastet. Eine verbesserte Margensituation in Europa und Amerika mit einer für TS weltweit auf 12 Prozent gestiegenen Bruttomarge sowie ein wachsender Bedarf nach Rechenzentren und Cloud-Lösungen stimmt Hamada zuversichtlich für die weitere Zukunft von Avnet Technology Solutions und seine Rolle als wichtiger VAR-Partner.
Ingram Micro weist fürs erste Kalenderquartal 2012 einen Gewinn von 90 Millionen Dollar oder 58 Cent je Aktie bei einem Umsatz von 8,64 Milliarden Dollar aus. Im Vorjahresquartal waren es noch 8,72 Millionen Dollar bei einem Gewinn von 56,3 Millionen Dollar. In den neuen Zahlen enthalten sind ein einmaliger Steuervorteil von 18 Prozent pro Aktie minus ein Cent als Abgangsentschädigung für den ehemaligen CEO Greg Spierkel und minus zwei Prozent je Aktie für den Ausgleich von Wechselkursverlusten, die auch das Ergebnis von Avnet stark belastet haben.
Ohne diese Einflüsse waren die Analysten für Ingram Micro in dem zurückliegenden Quartal von einem Gewinn je Aktie in Höhe von 39 Cent ausgegangen. Ihre Umsatzerwartungen von 8,68 Milliarden Dollar wurden leicht übertroffen. Für das laufende neue Quartal geht der Disti-Riese von stabilen bis leicht steigenden Umsätzen aus, aber auch von einer sinkenden Bruttomarge. Als Grund dafür gibt Ingram Micro an, dass die Festplattenpreise sich zunehmend normalisierten. Die Analysten rechnen für den Broadline im Zeitraum April bis Juni mit einem Umsatz von 8,74 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 40 Cent je Aktie. (kh)

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