AWK nun auch Projektleiter beim IT-Umbau in Bern

12. Mai 2016, 14:41
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Für rund 11,5 Millionen Franken wird die AWK Group bis 2021 die Projektleitung für den Umbau der IT im Kanton Bern übernehmen.

Für rund 11,5 Millionen Franken wird die AWK Group bis 2021 die Projektleitung für den Umbau der IT im Kanton Bern übernehmen. Das ist das Ergebnis geht es um die Gesamtprogrammleitung inklusive der Unterstützung der Vorsitzenden des strategischen ICT-Ausschusses. Konkret wird ein Programm-Office erwartet und die Leitung des Programms von den Services, über das Management und den Support bis hin zur Organsiationsentwicklung und der Projektleitungen. Keines der mitbietenden "renommierten Unternehmen" habe das Resultat angefochten, teilt der "Projektkoordinator UPI & IT@BE" Reto Burn gegenüber inside-it.ch mit.
Bemerkenswert ist, dass das Projekt auf einer 2013 von Regierungsrat in Auftrag gegeben Studie namens UPI (Unabhängige Prüfung der Informatik im Kanton Bern) beruht und einer sich daran anschliessenden Strategiephase, die beide ebenfalls von AWK erarbeiteten worden sind.
Burn betont, dass es sich immer um öffentliche Ausschreibungen gehandelt habe und sich AWK "gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt" habe. So seien an die AWK für das 2014 abgeschlossene UPI-Projekt 596‘000 Franken geflossen und für die Strategiephase, die 2015 abgeschlossen gewesen sei, weitere 1‘035‘776 Franken.
Konkret hatte die UPI-Studie ein Sparpotenzial von jährlich zwischen 11 und 23 Millionen Franken ohne das ERP-System ergeben, erklärt Burn weiter. Allerdings seien dazu vom Kanton zunächst einmalig rund 20 Millionen Franken zu investieren. Und ein Teil davon entfalle auf den an die AWK vergebenen Auftrag von knapp 11,5 Millionen Franken, so der Projektkoordinator weiter. Die Wirtschaftlichkeit sei offensichtlich gegeben und das "Payback der investierten Projektkosten" werde sich nach der erfolgten Umsetzung von IT@BE in ein bis zwei Jahren ergeben, wie er ergänzt.
Unsere Nachfrage bei erfahrenen Projektleitungsunternehmen hat ergeben, dass derzeit für die Projektleitung auch in der öffentlichen Verwaltung zwischen 20 und 30 Prozent der Kosten des Gesamtprojektes gerechnet werden. Auf die hohen Kosten angesprochen, verweist Burn auf das "grosse Mengengerüst und die lange Zeitdauer". Denn mit dem Programm Umsetzung IT@BE "soll eine Standardisierung und Zentralisierung der gesamten (heute noch weitgehend dezentral organisierten) ICT-Basisdienste und ICT-Basisinfrastruktur der Kantonsverwaltung mit mehr als 11'000 Mitarbeitenden erreicht werden". Weiter führt er aus, dass zur Umsetzung dieser Transformation, "im Programm insgesamt 28 Teilprojekte gebündelt" sind. Dafür übernehme die AWK die Projektleitung und stelle dem Amt für Informatik und Organisation (KAIO) Projektleiter und Fachspezialisten für die Durchführung der meisten dieser Projekte zur Verfügung. Ausserdem verweist Burn noch auf die Zeitdauer von vier Jahren für die Umsetzung, bei der aus Gründen des Investitionsschutzes auf den Lifecycle der heute eingesetzten Informatikmittel Rücksicht zu nehmen sei. (vri)

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