AWS öffnet Marketplace für Professional Services

7. Dezember 2020, 15:17
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Partner können ab sofort über den Marktplatz des Hyperscalers Professional Services anbieten. Neues von AWS gibt es auch für ISVs.

AWS hat bekannt gegeben, dass Kunden jetzt über den AWS Marketplace Professional Services beziehen können. Über den Marktplatz konnten bisher bereits unabhängige Softwarehersteller (ISVs) ihre Lösungen anbieten. Aktuell zähle man 1600 ISVs, die über 8000 Lösungen über die Plattform vertreiben, schreibt das Unternehmen.
Nun stehe die Plattform auch Beratern, Systemintegratoren und Managed Service Providern (MSPs) offen. Diese können ihre Dienste über den Marketplace anbieten. Als Beispiele nennt AWS unter anderem Assessments, Implementierungsleistungen, Schulungen, Support oder die Verwaltung von Software, die in der Cloud ausgeführt wird.
Unternehmen, die in die Cloud migrieren, kaufen in der Regel Lösungen von verschiedenen Anbietern, schreibt AWS. Hinzu kommen Dienstleistungen für die Implementierung, Migration und Verwaltung der Software in der Cloud. Die Beschaffung dieser unterschiedlichen Leistungen könne ein langwieriger Prozess sein, inklusive Vertragsverhandlungen, Funktionstests und Sicherheitsbewertungen.
Neu werde AWS auf dem Marketplace zu den Softwareangeboten die jeweils relevanten Professional Services anzeigen, heisst es in der Mitteilung. Die Kunden sollen so die passenden Dienstleistungen finden und in einem standardisierten Beschaffungsvorgang beziehen können.
Die Partner wiederum sollen vom grösseren Marktzugang profitieren können. Zum Start des neuen Angebots seien über 100 Professional-Services-Anbieter aus mehreren Ländern weltweit an Bord.

Neues Programm für ISVs

Neben der Erweiterung des Marketplace gab AWS im Rahmen der Re:Invent-Konferenz Neuerungen für das AWS Partner Network (APN) bekannt. Dazu gehört der ISV Partner Path. Das Programm für ISVs wurde neu aufgesetzt, und soll es Softwareentwicklern erleichtern, ihre Lösungen in der AWS-Cloud zu entwickeln, zu vermarkten und zu verkaufen.
Ab Anfang 2021 werden bestehende ISV-Partner auf das neue Programm umgestellt. AWS werde ISVs nicht mehr als Select- oder Advanced-Partner auszeichnen. Stattdessen werde ein Fokus auf der Service-Level-Anerkennung und -Validierung der ISVs liegen und es würden die individuellen Softwarelösungen ausgezeichnet, erklärt das Unternehmen.
Eine neue Open-Source-Referenzumgebung namens AWS SaaS Boost soll den ISVs helfen, ihre Anwendungen rasch in die Cloud zu migrieren und als Service bereitzustellen. SaaS Boost übernehme die "Schwerstarbeit bei der Einführung von SaaS-Angeboten", schreibt AWS, indem es Softwareentwickler durch die Migrations- und Betriebsprozesse führe. Hinzu kommen laut Unternehmen einsatzbereite Software-Elemente für beispielsweise Dashboards, Analysen oder die Abrechnung. 

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