Azure-Umsatz wächst weniger stark

31. Januar 2019, 08:48
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Der Software-Riese Microsoft hat zum Jahresende prächtig verdient, Anleger reagierten dennoch skeptisch.

Der Software-Riese Microsoft hat zum Jahresende prächtig verdient, Anleger reagierten dennoch skeptisch. Denn das Wachstum im für Microsoft immer wichtiger werdenden Cloud-Business verlangsamte sich.
Im zweiten Geschäftsquartal stieg der Gesamtumsatz von Microsoft um gut zwölf Prozent auf 32,5 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn legte um 18 Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar zu, wie Microsoft mitteilt. Die Ergebnisse liegen knapp unter den Erwartungen der Analysten.
Microsoft weist für Azure ein Umsatzplus von 76 Prozent aus. Im Vorjahreszeitraum lag das Wachstum noch bei 98 Prozent. Mit Azure ist Microsoft im Public-Cloud-Markt die Nummer zwei hinter Amazon Web Services.
Insgesamt stieg der Umsatz in der Sparte "Intelligent Cloud" von 7,80 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 9,48 Milliarden Dollar. Insbesondere Kunden aus der Gesundheits- und Finanzbranche sowie aus dem Handel hätten zum Wachstum im Cloud-Business beigetragen, sagte CEO Satya Nadella.
51 Prozent mehr Umsatz vermeldet der Konzern mit Dynamics 365 und die Einnahmen im Bereich "Server Products und Cloud Services" stiegen um 24 Prozent.
Wachsen kann der Konzern auch mit Commercial-Office-Produkten und zwar um elf Prozent. Angetrieben wurde dieses Plus insbesondere durch das starke Wachstum mit Office 365 Commercial, so die Mitteilung. Der Umsatz mit Office für Endkunden entwickelt sich flach.
Die 26 Milliarden Dollar schwere LinkedIn-Übernahme scheint sich für den Konzern auszuzahlen. Der Umsatz mit der Plattform ist gemäss Mitteilung um 29 Prozent gestiegen. Mit kommerziellen Windows-Produkten und Cloud-Diensten konnte Microsoft immerhin um 13 Prozent zulegen, während der Umsatz mit Windows-Lizenzen für OEM-Hersteller dagegen um fünf Prozent zurückging. (kjo)

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