B-Source blickt auf ein "Jahr des Wandels" zurück

22. April 2008, 13:59
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Stopp der Neuentwicklung der eigenen Kernbankenlösung, neuer Chef, neue Besitzverhältnisse: 2007 war kein einfaches Jahr für B-Source. 2008 sollen wieder neue Kunden und neue Mitarbeitende hinzukommen.

Stopp der Neuentwicklung der eigenen Kernbankenlösung, neuer Chef, neue Besitzverhältnisse: 2007 war kein einfaches Jahr für B-Source. 2008 sollen wieder neue Kunden und neue Mitarbeitende hinzukommen.
Für den Tessiner Banken-Dienstleister B-Source war 2007 trotz des "sehr schwierigen und vom Wandel geprägten Umfelds" ein erfolgreiches Jahr. So zumindest formuliert es CEO Werner Hoppler (Foto), der vor einem Jahr das Ruder übernahm, nachdem B-Source den Abbruch der Entwicklung einer neuen Kernbankenlösung bekannt geben musste. B-Source hat einen Zusammenhang zwischen dem Projektstopp und dem Chefwechsel allerdings stets abgestritten. 2007 sei ein "Jahr des Wandels" gewesen, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.
2007: Drei neue Kunden
B-Source gehört bis anhin zu 63 Prozent der Banca della Svizzera Italiana (BSI) und zu 37 Prozent der Banca del Gottardo. Da die Banca del Gottardo im vergangenen November an die Generali-Tochter BSI verkauft worden ist, wird BSI per 1. Juli 2008 Alleinaktionär von B-Source sein.
Ebenfalls im November gab B-Source bekannt, dass die Business-Process-Outsourcing-Services in Zukunft auf der Basis von Avaloq angeboten werden sollen. Das heisst, dass in etwa zwei Jahren sämtliche Kunden auf die Kernbankenlösung des bisherigen Konkurrenten Avaloq wechseln werden. Kunden migrieren derzeit noch auf die alte B-Source-Lösung BOSS. So etwa die Banca del Gottardo, die im Januar 2009 BOSS einführen und damit die alte Lösung "Cipro" ersetzen wird.
2007 konnte B-Source die Genfer Niederlassung der National Bank of Abu Dhabi, die beiden Privatbanken BSI Ifabanque und die Banca del Ceresio als Kunden gewinnen. Zudem migrierte die Banca Unione di Credito (BUC) auf die Informatikinfrastruktur der BSI Schweiz, das heisst auf BOSS.
Obwohl nur drei neue Kunden im vergangenen Jahr hinzukamen, erreichte B-Source einen Umsatz von "deutlich über 160 Millionen Franken". Wie B-Source-Sprecherin Regina Pinna gegenüber inside-it.ch sagt, entspricht dies einer Steigerung verglichen mit 2006. Nähere Angabe dazu machte das Unternehmen, das nicht börsenkotiert ist, nicht. Zur Ertragssituation heisst es nur, dass B-Source eine "gesunde Bilanz sowie eine solide Rentabilität" aufweist.
2008: Mehr Kunden, mehr Mitarbeitende
Gemäss CEO Hoppler bildet die Performance im Jahr 2007 eine starke Basis für 2008. "Vor allem heben wir uns mit unserem Dienstleistungsmodell von vielen unserer Konkurrenten ab und können so nachhaltig wachsen." Die Prioritäten im laufenden Jahr bestünden darin, für die Kunden erstklassige Services in den Bereichen Business Process Outsourcing und IT-Outsourcing zu erbringen. Dies bedinge zum einen eine laufende Optimierung der Industrialisierung und Integration der angebotenen Services, und zum anderen die Automatisierung der Dienstleistungen, um eine solide Servicequalität zu attraktiven Preisen zu gewährleisten.
Der Übergang der bestehenden Kundenbasis auf die neue Lösungsplattform "powered by Avaloq" ermögliche ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich. Treibende Kräfte seien grosse Migrations- und Transformationsprojekte sowie die Akquisition neuer Kunden. Im Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie plant B-Source, 70 neue Mitarbeitende einzustellen. Der Personalbestand soll bis Ende 2008 auf etwa 570 steigen. (Maurizio Minetti)

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