Bald soll eine neue, virtuelle Live-Konzert-Wirtschaft entstehen

13. April 2021, 15:24
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Ein Startup will Musikern und Fans virtuelle Grosskonzerte ermöglichen – gegen Eintrittsgeld.

Tausende von Musikern haben Online-Konzerte von ihren Wohnzimmern oder Studios aus gespielt, um zu versuchen, den Einbruch von Einnahmen aus Konzerten zu überleben. Ein Schwede lanciert in einem Soft-Launch dieser Tage einen Dienst namens "Doors", der es Musikern ermöglicht, Online-Konzerte zu kuratieren und durchzuführen, mit Fans zu kommunizieren und Ticketverkäufe und Tantiemen an einem Ort zu verwalten.
Doors würde damit über Facebook-Livestream und andere Tools hinausgehen, weil die Musiker nicht um Spenden bitten müssten und gleichzeitig qualitativ hochwertige Live-Shows mit tausenden von Fans gestreamt werden könnten.
Aktuell können Profi-Musiker – Konzerte sind zumeist ihre wichtigste Einnahmequelle – primär über digitale Fan-Engagement-Tools wie Bandcamp und Patreon Geld verdienen, indem sie Downloads verkaufen und Wohnzimmerkonzerte im Abo bieten.
Hinter der neuen Plattform steht Broms Brosjo, ein Mitbegründer der von Spotify unterstützten Plattform "Soundtrack Your Brand" sowie der Streaming-Plattform Beats Music. Er glaubt, dass virtuelle Konzerte auch nach Corona weiterbestehen werden.
Der Service geht offiziell am 19. April live, nachdem er im November 2020 1,8 Millionen Dollar von einer Mischung aus Künstlern, Unternehmern und Musikproduzenten gesammelt hat, wie 'Bloomberg' berichtet.
Die Plattform soll weitergehen als alle bestehenden Services: "Wir bieten einen One-Stop-Shop für Engagement, Ticketing, Broadcasting, Reporting und Payment", sagt Brosjo zu 'Bloomberg'.

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