Banken-Apps: Konkurrenz für IBM und Finnova aus dem Tessin

11. April 2011, 14:13
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Luganeser Softwarehersteller Apia lanciert eine App für das Mobile Banking - für alle Plattformen und mit Zahlungsfunktion. Schweizer Banken zeigen Interesse.

Luganeser Softwarehersteller Apia lanciert eine App für das Mobile Banking - für alle Plattformen und mit Zahlungsfunktion. Schweizer Banken zeigen Interesse.
Der kleine Tessiner Softwarehersteller Apia steigt ins Mobile-Banking-Geschäft ein. Wie Managing Director Alain Rubeli zu inside-it.ch sagt, hat Apia eine App für iPhone und iPad entwickelt, die nicht nur das Abfragen von Bankkonto-Informationen, sondern auch Transaktionen von unterwegs möglich macht. Kunden können damit auch mit Aktien, Fonds oder Obligationen handeln. Für die Banken soll die Software zudem zusätzlich als Marketing- und Kommunikationsplattform dienen.
Die App entstand in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule der italienischen Schweiz (Supsi). Im Rahmen der Partnerschaft ist das Sicherheits- und Innovationsdepartement von Supsi nun daran, das Sicherheitskonzept der Apia-Applikationen zu prüfen und zu zertifizieren, wie es in einer Mitteilung heisst.
Finnova, IBM...
Bisher bietet in der Schweiz nur PostFinance eine App mit Zahlungsfunktion an - viele Softwarehersteller, unter ihnen IBM, haben ebenfalls ähnliche Produkte in der Pipeline.
Das Produkt von Apia wird nicht direkt an den Endkunden verkauft, sondern über Banken. Gemäss Rubeli stehen zwei Banken kurz vor der Unterschrift. Zudem werde eine Version der App für Android-Geräte bis Ende Mai zur Verfügung stehen. Für das dritte Quartal in Planung sind auch Versionen für Windows Phone 7 und BlackBerry.
Das Thema Mobile Banking scheint momentan zwar auf Interesse zu stossen, doch die Sicherheit bleibt ein Knackpunkt: Erst letztes Jahr machte die Citibank Schlagzeilen, weil ihre Anwendung Kundendaten unbemerkt und unaufgefordert auf dem Gerät gespeichert hatte. Rubeli von Apia betont: "Unsere App speichert keine Daten auf dem Device." Seiner Meinung nach ist die Anwendung "viel viel sicherer als ein normales E-Banking."
Apia beschäftigt in Lugano und Dietikon 25 Personen und gehört zur italienischen TAS Group. Das Unternehmen entwickelt Front-end-Software für die Finanzindustrie, insbesondere im Kredit- und Kundenmanagementbereich, sowie auch E-Banking-Lösungen. (Maurizio Minetti)

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