Banken-IT: Runde 1 geht an Swisscom IT Services

11. November 2004 um 14:26
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Fünf kleinere Kantonalbanken haben sich nach "intensiver Evaluation" für Swisscom IT-Services als Rechenzentrum für den Betrieb der Finnova-Plattform entschieden.

Wie die "HandelsZeitung gestern berichtete, haben sich fünf kleinere Kantonalbanken (GL, AI, OW, NW, Uri) für das Rechenzentrum von Swisscom IT Services entschieden. Die Evaluation des zukünftigen Rechenzentrums für den Betrieb der Bankengesamtlösung von Finnova war "sehr intensiv", wie Direktor Bruno Thürig von KB Obwalden sagt. Neben Swisscom IT Services waren zu Beginn vier Anbieter auf der Shortlist, zum Schluss standen noch RTC und Swisscom IT Services im Rennen. Thürig betont, dass auch RTC ein valables und vertrauenserweckendes Angebot eingereicht habe und der Entscheid knapp ausgefallen sei.
Da die vier KBs nicht nur den Betrieb des Rechenzentrums neu ausgeschrieben haben, sondern alle Daten auf die Gesamtbanken-Lösung von Finnova migrieren, lassen sich die erzielten Einsparungen nicht genau quantifizieren, so Thürig. Thürig: "Das Gesamtpaket von Applikation, Betrieb und Rechenzentrum wird uns aber ganz sicher günstiger kommen, als die bisherige Lösung." Die kleinen Innerschweizer KBs scheinen gut verhandelt zu haben: "Unser Budget für die Rechenzentrums-Dienstleistungen wird unterschritten."
Für Thürig steht aber ein anderer Aspekt im Vordergrund. "Mit der Lösung von Finnova sind wir wesentlich flexibler, da Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Applikationen wegfallen. Dies ist heute angesichts immer neuer gesetzlicher Vorgaben sehr wichtig."
Für die vier Kantonalbanken, die von der AGI-Lösung auf Finnova migrieren, wird 2005 ein anspruchsvolles Jahr. Am 1.1.2006 soll die erste der vier Banken mit der Finnova-Lösung live gehen, alle drei Monate später wird eine weitere Bank folgen.
Der Entscheid der fünf KBs für das Tandem Finnova/Swisscom IT-Services ist erst die erste Runde. Weitere Banken (fünf grössere Kantonalbanken sowie diverse Regionalbanken) evaluieren zur Zeit ein neues Corebanking-System und damit verbunden auch neue Partner für den Betrieb der Rechenzentren. (Christoph Hugenschmidt)

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