Bankensoftware: Avaloq greift nach der Krone

23. Oktober 2008, 12:28
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Marktführer RTC verliert, Avaloq gewinnt Marktanteile. Finnova und ERI Bancaire stagnieren.

Marktführer RTC verliert, Avaloq gewinnt Marktanteile. Finnova und ERI Bancaire stagnieren.
Das Zürcher Beratungs-unternehmen Active Sourcing hat die neuste Ausgabe des "Handout Swiss Banking" veröffentlicht. Die Marktforscher untersuchen darin die aktuelle Entwicklung der Bankenlösungen sowie das Outsourcing-Verhalten im Schweizer Bankensektor. Untersucht wurden die mitarbeiterstärksten 163 Banken in der Schweiz.
Schaut man die Daten per Oktober 2008 an, fällt im Vergleich zur Untersuchung des vergangenen Jahres vor allem auf, dass der Zürcher Softwarehersteller Avaloq seinen Marktanteil verbessern konnte, während der Berner Konkurrent RTC mit seiner Lösung IBIS weiter Anteile verloren hat (siehe Grafik).
Avaloq gewinnt viele Banken
Erstaunlich ist das nicht, hat RTC doch seit August 2007 sieben Kunden verloren. Von diesen wechselten vier auf Finnova (Migros Bank) wählten hingegen Avaloq. Insgesamt verzeichnete Active Sourcing 21 Wechsel im Bereich der Bankenlösungen. Avaloq gewann sieben der letzten elf Entscheidungen für sich. Finnova hingegen - laut Active Sourcing - mit der Sparkassen Wiesendangen nur eine.
RTC ist mit der Bankensoftware IBIS, die im Frühjahr in einer komplett neuen Version erscheinen soll, mit einem Marktanteil von 31 Prozent immer noch führend in der Schweiz, verlor aber 4 Prozent. Während die Aargauer Lösung Finnova (19 Prozent) und die Genfer Software Olympic von ERI Bancaire (7 Prozent) stagnierten, legte Avaloq um 3 Punkte auf 24 Prozent zu. Die Bankensoftware von Tata Consultancy Services, BaNCS, wird mit einem Marktanteil von 4 Prozent geführt. Nach wie vor sind mit 6 Prozent viele Eigenentwicklungen im Einsatz.
Laut Active Sourcing haben über zwei Drittel aller Schweizer Banken ihren Rechenzentrumsbetrieb an einen externen Dienstleister vergeben. Die Auslagerung des Applikationsmanagements ist innert Jahresfrist um drei Punkte auf 65 Prozent gestiegen. Die dezentrale Informatik (Electronic Workplace) legte um vier auf 48 Prozent zu.
Der Report von Active Sourcing kostet 900 Franken. Weitere Informationen gibt es hier. (Maurizio Minetti)

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