Bankensoftware: Temenos und Avaloq verkauften am meisten

12. April 2013, 12:26
image

Temenos gewann am meisten neue Kunden im Segment der Retail-Banken, Avaloq führt die Liste im Segment Privatbanken an.

Temenos gewann am meisten neue Kunden im Segment der Retail-Banken, Avaloq führt die Liste im Segment Privatbanken an.
Die Schweizer Software-Industrie lebt: Auf der Liste der weltweit am meisten verkauften Banking-Lösungen finden sich drei Produkte aus der Schweiz unter den ersten zehn. Auf Platz 1 des "IBS Sales League Table 2013" - einer Aufstellung der Neuverkäufe der 78 wichtigsten Systeme - thront der Genfer Hersteller Temenos mit der Retailbanken-Lösung T24. Temenos hat letztes Jahr gemäss dem Marktforscher IBS Intelligence, der die Liste erarbeitet, 33 neue Kunden für T24 gewonnen. Avaloq findet man bereits auf Platz sechs (neun neue Kunden) und ist damit im kleinen Segment der Hersteller von Software für Privatbanken die Nummer 1.
Auf Platz neun findet man Ambit Treasury Management von Sungard. Die Genfer Ambit ist 1996 von Sungard übernommen worden - ob allerdings die Treasury-Lösung aus Genf stammt, wissen wir nicht.
Auf Platz zwei der Liste findet sich Oracle FSS mit Flexcube (17 Neukunden), danach folgen Calypso, Infosys-Finacle, iMAL von Path und eben Avaloq. Gleich hinter dem Zürcher Hersteller findet man übrigens Bancs Universal der indischen TCS - jenes System, das zur Zeit bei Postfinance - nicht ohne Nebengeräusche - eingeführt wird. Sehr weit unten liegt ERI Bancaire. Die Romands konnten letztes Jahr gemäss IBS nur zwei Neukunden an Land ziehen, haben aber einen riesigen Kundenstamm von total 182 Kunden.
Man muss die Liste von IBS mit Vorsicht geniessen. Denn es werden sowohl Einzelkomponenten wie auch Komplettlösungen gezählt. So taucht Temenos-Konkurrent Misys zwar erst relativ weit unten auf der Liste auf, wird aber sieben mal aufgeführt. Zählte man alle Misys-Komponenten zusammen, wäre der Hersteller mit maximal 19 neu gewonnen Kunden weit oben anzutreffen. (hc)

Loading

Mehr zum Thema

image

Digitaler Euro könnte 2026 kommen

Kommendes Jahr will die Europäische Zentralbank (EZB) über den digitalen Euro entscheiden. Zu reden gibt die Partnerschaft mit Amazon.

publiziert am 29.9.2022
image

UBS und CS in den USA wegen Messenger-Nutzung gebüsst

Weil sie die Kommunikation ihrer Angestellten über Whatsapp und Co. nicht korrekt archiviert hatten, zahlen die Grossbanken eine Millionenbusse.

publiziert am 28.9.2022
image

Tata Consultancy Services: "Wir gehören zu den ganz Grossen in der Schweiz"

Rainer Zahradnik, Chef von TCS Schweiz, erklärt, warum seine Firma hierzulande wenig bekannt ist und was sie für die CO2-Neutralität bezahlt hat.

publiziert am 26.9.2022 3
image

100 Millionen Dollar für zwei Schweizer Krypto-Startups

Zwei Firmen mit offiziellem Sitz in Zug konnten je 50 Millionen sammeln. Eine verspricht "grüne" Blockchain-Infrastruktur, die andere umfassende Möglichkeiten für Krypto-Investments.

publiziert am 23.9.2022