Basel freut sich über flächendeckendes Glasfaser-Netz

16. März 2018, 14:08
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2011 hat der Grosse Rat des Kantons Basel Stadt den Aufbau eines flächendeckendes Glasfasernetzes in der Stadt genehmigt.

2011 hat der Grosse Rat des Kantons Basel Stadt den Aufbau eines flächendeckendes Glasfasernetzes in der Stadt genehmigt. In Zusammenarbeit mit Swisscom wurde das Netz von IWB Net gebaut. Heute verfüge man über ein flächendeckendes Netz, wie die Tochtergesellschaft des Basler Energieversorgungsunternehmens IWB mitteilt. Bei der heutigen Kommunikation von IWB und grundsätzlich dem Ausbau in Basel gehe es um FTTH, präzisiert Swisscom auf Anfrage von inside-it.ch.
IWB und Swisscom hatten sich darauf geeinigt, das Netz koordiniert zu verlegen und zusammen zu hängen. Nach einem Rüffel der Wettbewerbskommission (Weko) von 2011 mussten die Verträge so modifiziert werden, dass niemand diskriminiert werde.
Beide Partner sind für unterschiedliche Abschnitte im Bauprozess verantwortlich. Jede Wohnung und jedes Geschäft werde mit insgesamt vier Fasern erschlossen, wovon jedoch nur zwei durchgehend aktiv seien. Eine dieser zwei aktiven Fasern werde durch IWB und die andere durch Swisscom genutzt, führt Swisscom-Sprecher Armin Schädeli aus. Die beiden restlichen und inaktiven Fasern seien als Reserve für zukünftige Anwendungen vorgesehen. Interessierte Diensteanbieter können Kapazitäten buchen in der Faser sowohl von IWB als auch von Swisscom. Dieses Angebot stelle den Wettbewerb sicher, hiess es bei beiden.
Die Investitionsvorlage, die der baselstädtische Grosse Rat für das ganze Glasfasernetz abgesegnet hatte, enthielt eine Vorgabe von 95 Prozent der damals 110'000 Basler Adressen. Dies sei mit jetzt erreichten 98 Prozent mehr als erfüllt worden, sagte ein IWB-Sprecher zur Nachrichtenagentur 'sda'. Die Nachfrage habe sich als grösser erwiesen als damals erwartet. Das Netzbau-Budget von 70 Millionen Franken seitens IWB sei per Ende 2017 eingehalten worden. Bis 2020 rechnet IWB nun gemäss einer Mitteilung mit Investitionskosten von 83 Millionen Franken. Inzwischen sei die Zahl der Wohnungen und Gebäude in Basel gestiegen, hiess es als Erklärung. (kjo/sda)

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