Baselland will noch mehr SAP

1. April 2010, 13:24
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SAP im Kanton Baselland per 1. Januar 2010 ohne Mehrkosten oder Verzögerungen eingeführt. Nun will der Regierungsrat mehr - SAP.

SAP im Kanton Baselland per 1. Januar 2010 ohne Mehrkosten oder Verzögerungen eingeführt. Nun will der Regierungsrat mehr - SAP.
Der Kanton Baselland hat per Anfang Jahr erfolgreich SAP für das Rechnungs- und Personalwesen eingeführt. Der Nordwestschweizer Halbkanton musste 2007 das ERP-Projekt ein zweites Mal ausschreiben, nachdem die unterlegenen Anbieter Wilken und Soreco erfolgreich Beschwerden eingereicht hatten.
Nun aber ist die erste Phase des SAP-Projekts ohne Kostenüberrschreitung und innerhalb des geplanten Zeitrahmens abgeschlossen worden, wie aus einer Vorlage des Baselbieter Regierungsrats ans Parlament hervorgeht. Und zwar ist es nicht nur gelungen, die älteren Systeme abzulösen, sondern es wurden gleichzeitig auch eine Vielzahl von Neuerungen eingeführt. So wurde der Rechnungsstandard HRM2 eingeführt, die Kostenrechnungen verbessert und ein MIS (Management Information System) installiert. Zudem seien viele Prozesse verbessert worden, schreibt der Regierungsrat.
Kanton findet 40 Programme
Nun will der Regierungsrat aber mehr (SAP) und beantragt in einer neuen Vorlage weitere sieben Millionen Franken. Für dieses Geld sollen bis Ende 2012 diverse kantonale Tätigkeiten in Dienstleistungszentren zusammengefasst werden, man will diverse Prozesse vom Papierkrieg befreien, Planungsinstrumente verbessern und "InfoCockpits" für die Führungskräfte entwickeln.
Ausserdem sollen möglichst viele Umsysteme durch SAP abgelöst werden. Von der schieren Zahl einzelner Applikationen wurde man im Kanton Baselland offenbar überrascht. So heisst es in der Vorlage zuhanden des Parlaments: "Bereits zur Startphase der Hauptetappe ERP hat sich gezeigt, dass entgegen der ursprünglichen Analyse rund 40 weitere Umsysteme im Umfeld der Finanz- und Personalprozesse im Einsatz stehen."
Der Löwenanteil der sieben Millionen Franken wird für Dienstleistungen gebraucht. Doch auch für SAP fällt etwas ab: 550'000 Franken sind für neue Software-Lizenzen vorgesehen. Als externern Dienstleister hat der Kanton wieder Novo Business Consultants ausgewählt. (Christoph Hugenschmidt)

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