Basler RZ-Hickhack: Daten besser ausserkantonal lagern

15. Mai 2009, 15:29
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Der Expertenbericht zum in Basel geplanten Neubau eines kantonalen Rechenzentrums für die Zentralen Informatik-Dienste (ZID) bemängelt, dass der Bau nicht erdbebensicher sei.

Der Expertenbericht zum in Basel geplanten Neubau eines kantonalen Rechenzentrums für die Zentralen Informatik-Dienste (ZID) bemängelt, dass der Bau nicht erdbebensicher sei. Zudem sei die geplante Fläche "grosszügig" bemessen. Der Bericht wurde von der Basler Bau- und Raumplanungskommission (BRK) in Auftrag gegeben, nachdem der Basler Grosse Rat die Vorlage für den geplanten 26-Millionen-Bau im letzten September zurückgewiesen hat.
Wie die Basler Zeitung berichtet, stellte Kommissionspräsident Andreas Albrecht nun den Bericht vor. Der Kommentar der Kommission steht noch aus. Die externen Experten kommen zum Schluss, dass die Computersysteme auf einer Fläche von 300 Quadratmetern untergebracht werden können - in der Vorlage war von 560 Quadratmetern die Rede. Dies gelte selbst dann, wenn - wie geplant - alle Server-Systeme der kantonalen Verwaltung im Neubau zentralisiert würden. Es gäbe bei den Computer-Racks zudem eine Platzreserve von 18 Prozent, was ein Wachstum um 21 Prozent zulasse, so der Bericht weiter.
Probleme orten die Experten in ihrem Bericht vor allem in Sachen Erdbebensicherheit. Zwar wiesen Basler Fachleute in der Vergangenheit immer wieder darauf hin, dass der Bau erdbebensicher erstellt werde, doch der Bericht zeigt auf, dass das Gebäude lediglich Personenschutz bietet. So seien Vorkehrungen eingeplant, dass die Racks im Falle eines Erdbebens nicht umkippen. Die Computersysteme selbst seien jedoch nicht vor Erschütterungen geschützt. Es sei darum empfehlenswert, ein Backup-Rechenzentrum ausserhalb des erdbebengefährdeten Gebietes zu realisieren. Ein Ausweichen auf das RZ der Industriellen Werke Basel (IWB) ist nicht möglich, denn auch dieses verfügt nicht über den notwendigen Erdbebenschutz.
Wie die zuständige Basler Finanzdirektorin Eva Herzog erklärte, sei der Bericht der externen Fachleute für die Detailplanung wichtig. Nur schon mit der Verringerung des Raumbedarfs auf 300 Quadratmeter könne eine Kosteneinsparung von 200'000 bis 300'000 Franken realisiert werden. (bt)

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