Bea an Oracle: "Wir sind mehr wert"

15. Oktober 2007 um 09:22
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Die Börse findet das auch...

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Das Oracle-typisch überraschende Übernahmeangebot an den grossen Middleware-Hersteller Bea ist nicht auf besonders viel Gegenliebe gestossen. Der Datenbank- und ERP-Riese Oracle bot den Bea-Aktionären letzten Freitag ungefähr 6,7 Milliarden Dollar, respektive 17 Dollar pro Aktie. Vor dem öffentlichen Übernahmeangebot am Freitag hat Oracle bereits versucht, sich mit Bea zu einigen, doch brachten die beiden Verwaltungsräte nicht einmal eine gemeinsame Sitzung zustande, so dass man bei Oracle offenbar beschloss, mit einem "unfreundlichen" Angebot an die Öffentlichkeit zu gehen.
Der Verwaltungsrat von Bea beantwortete das Angebot von Oracle noch am Freitag umgehend mit einem Brief an Oracle-Verwaltungsratspräsident Charles Phillips. Es sei für den Verwaltungsrat von Bea "offensichtlich", dass Bea "substantiell mehr wert" sei, heisst es in dem Schreiben. Oracle sei übrigens ein direkter Konkurrent von Bea, so dass ein langer Übernahmeprozess mit ungewissem Ausgang für den VR nicht in Frage komme.
Auch die Börse ist der gleichen Ansicht wie der Bea-Verwaltungsrat. Der Kurs der Bea-Aktie stieg am Freitag um volle 38 Prozent auf fast 19 Dollar - weit mehr also, als Oracle geboten hat. Man hofft offenbar auf eine Nachbesserung des Angebots oder gar auf eine Übernahmeschlacht mit sich gegenseitig überbietenden Interessenten. (hc)

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