Bea störrisch: Oracle droht, Icahn droht

29. Oktober 2007, 13:09
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Der Pöstler am kalifornischen Hauptsitz des Middleware-Herstellers Bea hatte jüngst einige böse Briefe auszutragen.

Der Pöstler am kalifornischen Hauptsitz des Middleware-Herstellers Bea hatte jüngst einige böse Briefe auszutragen. Absender sind einerseits der kauflustige Konkurrent Oracle, der Bea kaufen wollte und andererseits Grossaktionär Icahn. Icahns Brief an den Verwaltungsrat ("Board") von Bea endet schlicht: "BEA belongs to its shareholders not to you." Er verlangt eine Abstimmung über das Kaufangebot von Oracle unter den Aktionären, das zuvor vom Bea-VR als zu tief abgelehnt worden war. Ausserdem droht Icahn mit einer "leicht vermeidbaren" Klage gegen den Verwaltungsrat.
Oracle stösst ins gleiche Horn. Gestern Nacht ist das Übernahmeangebot von Oracle an Bea abgelaufen. Oracle teilte nun mit, dass es nicht verlängert wird. Bea-Aktionäre sollten nicht glauben, dass es in Zukunft auch noch gelten werde. Und überhaupt: Die Geschäfte von Bea könnten ja auch mal schlechter laufen und die Aktie dann weniger wert sein, oder der Aktienmarkt könne überhaupt einbrechen oder Oracle könne beschliessen, ihr Kapital andersweitig einzusetzen. Falls Bea-Aktionäre unglücklich mit ihrem Verwaltungsrat seien, sei es nun an ihnen, "angemessene Massnahmen" zu ergreifen.
Die Sache ist wohl noch lange nicht ausgestanden. (hc)

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