BearingPoint flüchtet in Gläubigerschutz

19. Februar 2009, 16:17
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Der Consulting-Konzern will unter dem Schutz des US-Konkursrechts Schulden abbauen und restrukturieren. Internationale Niederlassungen sind aktuell nicht betroffen - Kunden sollen weiter bedient werden.

Der Consulting-Konzern will unter dem Schutz des US-Konkursrechts Schulden abbauen und restrukturieren. Internationale Niederlassungen sind aktuell nicht betroffen - Kunden sollen weiter bedient werden.
Der multinationale Consulting-Konzern BearingPoint hat gestern Abend in den USA um Gläubigerschutz nachgesucht. Der ist auch dringend nötig, denn BearingPoint nennt im Antrag Aktiven von 1,76 Milliarden Dollar, hat aber Schulden in der Höhe von 2,23 Milliarden.
Der weltweit operierende Betriebs- und IT-Berater hätte bis zum 15. April einen Kredit über etwa 200 Millionen Dollar zurückzahlen sollen, hat aber dazu zu wenig flüssige Mittel. Zudem bestand die reale Gefahr, dass BearingPoint sämtliche ausstehenden Kredite auf einen Schlag hätte bezahlen müssen, falls die Firma wegen Buchhaltungsproblemen an der New Yorker Börse dekotiert wird.
Der Consultant will während des Gläubigerschutzes die bestehenden Kunden weiter beraten und die weltweit 15'000 Mitarbeitenden bezahlen. Internationale Niederlassungen wie etwa BearingPoint Schweiz sollen nicht betroffen sein, da sie rechtlich eigenständig sind und eigene Ressourcen haben. Die Aktie von BearingPoint wird allerdings wertlos. Der grosse Consultant will in einem klassischen Kapitalschnitt bestehende Schulden in neues Eigenkapital umwandeln.
BearingPoint entstand vor acht Jahren aus der Abspaltung des Consulting-Teils von der Buchprüfungsfirma KPMG. In der Schweiz dürfte die Beratungsfirma ungefähr 150 Mitarbeitende beschäftigen. (hc)

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