Bechtle entschuldigt sich – CDC IT darf HP-Partner bleiben

7. Juni 2005, 15:37
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Es herrscht wieder Minne zwischen HP und Bechtle.

Es herrscht wieder Minne zwischen HP und Bechtle.
Der Bechtle-Konzern hat sich offiziell von negativen Äusserungen des Geschäftsführers seiner Schweizer Tochterfirma CDC IT über HP distanziert und sich gleichzeitig bei HP Schweiz entschuldigt. HP hat im Gegenzug seine vor kurzem ausgesprochene Kündigung des Partnervertrags mit CDC IT zurückgenommen.
Der Thalwiler Systemintegrator CDC IT gehört seit rund drei Monaten zum Bechtle-Konzern. Der Geschäftsführer von CDC IT, Philip Hänni, hatte Ende April in einem Kommentar auf IT Reseller Online heftige Kritik an HP geäussert und HP unter anderem "Immer dreistere Direktgeschäfte" und "ewiges Gemauschel" mit Special Bids vorgeworfen. HP hatte daraufhin den Partnervertrag mit CDC IT gekündigt.
Gerhard Schick, Aufsichtsratsvorsitzender der Bechtle AG, stellt in der offiziellen Entschuldigung HP Schweiz einen Persilschein aus: "Es gehört zum Selbstverständnis von Bechtle, Meinungsverschiedenheiten mit den Partnern direkt anzusprechen, sollten solche bestehen. Nach den Bechtle-Erfahrungen kommuniziert die HP Schweiz schon seit längerer Zeit klar, transparent und ist ein verlässlicher, fairer Partner, mit dem Meinungsverschiedenheiten rasch und unter Einbezug der beiderseitigen Interessen beigelegt werden können. HP hat mit dem im Januar 2004 eingeführten Kontrollprozess der End User Verification ein äusserst effizientes Instrument geschaffen, um Missbräuche von Special Bids zu verhindern beziehungsweise zu ahnden."
Der Chef von HP Schweiz, Urs Fscher, zeigte sich erleichtert: "Bechtle ist ein ausserordentlich wichtiger Geschäftspartner von uns, und wir freuen uns, dass die Situation geklärt werden konnte". Urs Fischer äusserte sich übrigens in einem grossen Exklusiv-Interview mit inside-channels.ch unter anderem über seine Sicht zu den Differenzen zwischen HP, Distis und Resellern über Direktverkauf und den Missbrauch von Projekt-Spezialpreisen.
Nach den gegenseitigen Verneigungen sei die Affäre übrigens wirklich endgültig aus der Welt geschafft, versicherte uns Bechtle-Sprecherin Sabine Emich. Auch mit Philip Hänni habe man die Geschichte bereinigt und er habe keine Konsequenzen daraus zu befürchten. (Hans Jörg Maron)

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