Bechtle in der Schweiz wieder mit Umsatzwachstum

22. August 2007, 11:14
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Umsatz im Systemhausbereich um 4 Prozent gesteigert. Bündelung der Systemhäuser abgeschlossen - Abgänge ersetzt. Coma bleibt Coma.

Umsatz im Systemhausbereich um 4 Prozent gesteigert. Bündelung der Systemhäuser abgeschlossen - Abgänge ersetzt. Coma bleibt Coma.
Vor zehn Tagen wies der deutsche Systemhaus- und E-Commerce-Konzern Bechtle Umsatz- und Gewinnwachstum für das vergangene zweite Quartal aus. Wie viel der Anteil der Schweizer Niederlassungen beim Quartalsumsatz von 319,6 Millionen Euro und beim Gewinn vor Steuern von 9,2 Millionen Euro beträgt, ist nicht bekannt.
Bechtle-Sprecher Martin Link sagt aber gegenüber inside-channels.ch, dass Bechtle in der Schweiz im Bereich IT-Systemhaus ein Umsatzwachstum von 4 Prozent verzeichnen konnte. Für das Segment E-Commerce gibt es keine spezifischen Schweizer Zahlen, sondern nur eine Unterteilung Inland/Ausland. Das Wachstum in diesem Segment im zweiten Quartal lag in den ausländischen Gesellschaften bei 25,8 Prozent. In der Schweiz gehören Bechtle direct, ARP datacon und Comsoft direct in diesen Bereich. Die Westschweizer Masy wurde in ARP integriert.
Bündelung der Systemhäuser abgeschlossen
René Regez, Geschäftsführer der Schweizer Systemhäuser, bestätigt: "Auch die Schweiz ist auf Kurs." Ende des vergangenen Geschäftsjahres ging der Umsatz bei den Schweizer Systemhäusern massiv zurück. Dadurch resultierte für das gesamte 2006 im Schweizer Systemhaus-Geschäft ein Umsatzrückgang von 148,8 auf 138,1 Millionen Euro. Im ersten Quartal sank hier der Umsatz nur noch leicht von 34,1 auf 31,8 Millionen Euro. Mit einem Umsatzwachstum von 4 Prozent wachsen die Schweizer Systemhäuser nun zwar weniger schnell als alle Systemhäuser des Konzerns zusammen (+ 8 Prozent), doch in der Schweiz hat Bechtle schliesslich auch eine umfassende Reorganisation hinter sich.
Sprecher Martin Link bestätigt, dass die vor knapp einem Jahr begonnene Bündelung der Schweizer IT-Systemhäuser nun abgeschlossen ist. Mit einigen Ausnahmen wurden die traditionsreichen Namen Delec, CDC und Gate wegradiert. Neu tritt Bechtle in Carouge, Crissier, Dübendorf, Frauenfeld, Bern, Thalwil und Rotkreuz als Bechtle IT-Systemhaus auf. In Basel, St. Gallen und Regensdorf ist das Unternehmen als Bechtle Data im Highend-Business tätig. In Reinach (BL) befindet sich Bechtle IT-Services. Die gesamte Logistik wurde in Rotkreuz zentralisiert. Überbleibsel der alten Firmennamen sind Bechtle-Delec in Liestal und Gümligen sowie Gate Informatic in Ecublens. Die Marke Gate soll in der Westschweiz erhalten bleiben.
Bechtle hat im April dieses Jahres die Coma Services AG in Bremgarten (und mit ihr auch René Regez) für 9,5 Millionen Euro übernommen. Hier ist keine Namensänderung geplant, so Link. Der Drucker-Dienstleister läuft Bechtle-intern unter der Kategorie "Spezialisten" und zählt damit weder zu den IT-Systemhäusern noch zu E-Commerce.
Abgänge ersetzt
Die Neupositionierung der IT-Systemhäuser stiess bei einigen Mitarbeitenden auf Gegenwehr. "Die Mitarbeitersituation hat sich verbessert und wir konnten alle Abgänge bereits wieder ersetzen", sagt Regez. Sprecher Martin Link bestätigt, dass die Zahl der Mitarbeitenden in der Schweiz (Systemhäuser und E-Commerce) nach wie vor bei zirka 900 liegt. (Maurizio Minetti)

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