Bechtle "nicht wirklich unzufrieden" mit der Schweiz

8. August 2014, 10:34
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Der paneuropäische VAR- und E-Commerce-Gigant Bechtle legte ein sehr gutes zweites Quartal hin. Massives Wachstum an fast allen Fronten - doch der Schweizer Markt ist "nicht ganz einfach".

Der paneuropäische VAR- und E-Commerce-Gigant Bechtle legte ein sehr gutes zweites Quartal hin. Massives Wachstum an fast allen Fronten - doch der Schweizer Markt ist "nicht ganz einfach".
Der europaweit tätigte IT-Dienstleister und IT-E-Commerce-Anbieter Bechtle beeindruckt weiterhin. Diesen Juni hat der Konzern zum Beispiel die Dividende erhöht - zum bereits achten Mal seit dem Going-Public. Umsatz und Gewinn des Riesen sind im zweiten Quartal in fast allen Geschäftsfeldern massiv gewachsen. Bechtle gewinnt offenbar laufend Marktanteile, denn das Wachstum überflügelt die gesamtwirtschaftlichen Zahlen bei weitem.
Der Umsatz betrug im zweiten Quartal 604 Millionen Euro - über 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark wuchs das reine Handelsgeschäft (+ 23 Prozent auf 215 Millionen Euro) doch auch das IT-Service-Business legte mit einem Plus von über 13 Prozent (auf total 389 Millionen Euro) heftig zu.
Die Gewinne auf EBIT-Stufe und die Margen sind sogar regelrecht explodiert. Vor einem Jahr waren sie wegen hohen Investitionen in Mitarbeiter noch zurückgegangen - das zahlt sich nun offenbar aus. Bechtle konnte die Marge im Systemhausgeschäft auf 3,3 Prozent steigern (+ 69 % !). Im Handel nähert sich Bechtle mit einer Marge von 4,8 Prozent nun dem öffentlich kommunizierten Ziel von 5 Prozent. Insgesamt erzielte Bechtle einen EBIT-Gewinn (vor Zinsen und Steuern) von 23,3 Millionen Euro, der damit um über 50 Prozent gewachsen ist.
Schweizer IT-Dienstleistungsmarkt "nicht ganz einfach"
Auch das Geschäft der Bechtle-Gruppe ausserhalb Deutschlands hat sich sehr gut entwickelt. 200 der 600 Millionen Umsatz-Euro macht Bechtle ausserhalb des Heimmarkts. Nicht mithalten kann da das Systemhausgeschäft Bechtles in der Schweiz und in Österreich. Es legte "nur" um drei Prozent zu, wie Bechtle-Chef Thomas Olemotz heute an einer Telefonkonferenz sagte.
Grund ist eine Restrukturierung des Bechtle-Systemhauses in Österreich sowie der relativ schwierige Markt in der Schweiz. "Der Schweizer Markt ist nicht ganz einfach. Wir sind unter dem Strich aber nicht wirklich unzufrieden," so Olemotz. (hc)

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