Bechtle Schweiz: Systemhaus-Geschäft leidet

11. November 2009 um 16:13
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Umsatzrückgang im dritten Quartal.

Umsatzrückgang im dritten Quartal.
Bechtle Schweiz musste im vergangenen dritten Quartal einen markanten Umsatzrückgang im Systemhaus-Geschäft hinnehmen. Wie dem heute veröffentlichten Quartalsbericht des deutschen Bechtle-Konzerns zu entnehmen ist, setzte das Unternehmen ausserhalb von Deutschland im Bereich "IT-Systemhaus & Managed Services" 31,1 Millionen Euro um.
Von 38,6 auf 29,9 Millionen
Klammert man die (noch) relativ unbedeutenden österreichischen Umsatzzahlen aus, resultiert für das Schweizer Systemhaus-Geschäft ein Umsatz von 29,9 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im dritten Quartal des Vorjahres wurden im Schweizer VAR-Business von Bechtle 38,6 Millionen Euro umgesetzt. Auch wenn man die ersten neun Monate betrachtet, resultiert in diesem Bereich ein Rückgang.
Wie es bei Bechtle auf Anfrage heisst, gab es im dritten Quartal 2008 im Schweizer VAR-Geschäft einen grossen Deal im Umfang von mehreren Millionen Euro. Dieser Umsatz fehlte im jetzigen Q3. Hinzu kommen Restrukturierungskosten von ARP in Deutschland. Diese gehen auf das Schweizer Konto, weil der Hauptsitz von ARP in Rotkreuz ist.
Im E-Commerce-Bereich ausserhalb Deutschlands gab es im dritten Quartal ebenfalls einen Umsatzrückgang auf 70,9 Millionen Euro. Hier ist allerdings nicht bekannt, wie gross der Schweizer Anteil ist. Schätzungsweise generiert Bechtle über 50 Prozent der nicht-deutschen E-Commerce-Umsätze in der Schweiz.
Konzernweite Trendwende
Europaweit gab es im dritten Quartal so etwas wie eine Trendwende. Zwar sanken Umsatz und Gewinn in allen Bereichen, doch Bechtle nähert sich den letztjährigen Zahlen an. So verbesserte sich etwa die Marge von 1,9 Prozent im ersten Quartal auf 3,7 Prozent im dritten Quartal. Zudem sollte man nicht ausser Acht lassen, dass 2008 ein Boom-Jahr war für Bechtle.
Im dritten Quartal sank der Umsatz des Konzerns um 6,4 Prozent auf 323,3 Millionen Euro. Von Januar bis September 2009 erzielte der Konzern einen Umsatz von 964,8 Millionen Euro, was im Jahresvergleich einem Rückgang von 6 Prozent entspricht. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank im Q3 um ein Drittel auf 11,8 Millionen Euro und um fast 40 Prozent auf 24 Millionen Euro in den ersten neun Monaten. (Maurizio Minetti)

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