Bechtle-Systemhäuser wieder lukrativer

10. August 2007, 08:25
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Systembereich macht wieder deutlich mehr Gewinn – Marge aber weiterhin nur halb so hoch, wie im Online-Handel.

Systembereich macht wieder deutlich mehr Gewinn – Marge aber weiterhin nur halb so hoch, wie im Online-Handel.
Der Bechtle-Konzern konnte im zweiten Quartal 2007, wie schon im ersten Quartal dieses Jahres, sowohl beim Umsatz wie auch beim Ertrag einiges zulegen. Entspreched happy zeigte sich der Chef Ralf Klenk: "Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen, die wir in den ersten sechs Monaten erzielen konnten. Vor allem die gestiegene Investitionsbereitschaft in unserem Kernsegment – dem Mittelstand – haben wir deutlich gespürt. Wir sehen aber auch erste Erfolge unserer im letzten Jahr erfolgten Weichenstellung", so der Vorstandsvorsitzende Klenk
Insgesamt stieg im zweiten Quartal der Umsatz von Bechtle um 13 Prozent auf 319,6 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern betrug 9,2 Millionen Euro, 66 Prozent mehr als im Vergleichsquartal vor einem Jahr.
Im Segment der in Deutschland und der Schweiz aktiven IT-Systemhäuser stieg der Umsatz um 8 Prozent auf 204,9 Millionen Euro. Die vor allem in der Schweiz durchgeführten Reorganisationsmassnahmen, scheinen sich unter dem Strich zu lohnen: Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) der IT-Systemhäuser stieg im zweiten Quartal um 156 Prozent von 1,7 Millionen Euro auf 4,3 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 0,9 auf 2,1 Prozent.
Die Theorie, das man mit dienstleistungsbetonten Geschäften eine höhere Marge erzielen können sollte, als im reinen Handel, trifft für Bechtle aber weiterhin nicht zu: Die Marge im Systemhausbereich von Bechtle wird immer noch von seiner E-Commerce-Sparte (ARP, Bechtle direct) klar übertroffen. Im Online-Handel, dem in mehreren Ländern Europas aktiven zweiten Hauptbereich von Bechtle, stieg der Umsatz im abgelaufenen Quartal im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 114,6 Millionen Euro, der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern um 25 Prozent auf 4,7 Millionen Euro und die EBIT-Marge ganz leicht auf 4,1 Prozent.
Per Ende Juni beschäftigte Bechtle insgesamt 4080 Mitarbeitende, rund 200 mehr als zum Jahreswechsel. Das Wachstum war teilweise auf Übernahmen, wie die der Schweizer Coma Services AG zurückzuführen. Neueinstellungen gab es gemäss Bechtle vor allem der E-Commerce-Sparte. (Hans Jörg Maron)

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