Bechtle will europäische Aktiengesellschaft werden

3. August 2020, 10:52
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An der Hauptversammlung im Juni 2021 sollen die Bechtle-Aktionäre über die Umwandlung der Aktiengesellschaft in eine Societas Europaea (SE) entscheiden.

Soeben hat der deutsche IT-Konzern mit starkem Standbein in der Schweiz in einer Ad-hoc-Mitteilung über die Absicht informiert, sich in eine europäische Aktiengesellschaft umwandeln zu wollen. Dem Vorschlag des Vorstands habe der Aufsichtsrat zugestimmt, heisst es in einer Mitteilung. Das letzte Wort zur Umwandlung haben aber die Aktionäre an der Hauptversammlung am 15. Juni 2021.
Mit dem Wechsel von der AG zur SE (Societas Europaea) will der Konzern seine Position "als zukunftsorientiertes europäisches IT-Unternehmen" unterstreichen und die Beteiligung der internationalen Mitarbeiter an Unternehmensentscheidungen verstärken. Wie Bechtle-Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz betont, werde so den "Belangen der Mitarbeiter in Europa in besonderem Mass Rechnung" trage.
Zugleich wolle man damit aber auch sein Selbstverständnis als europäisches Unternehmen sichtbarer machen, heisst es beim in 14 europäischen Ländern mit eigenen Gesellschaften vertreten Unternehmen weiter.
Unverändert bleibe die jeweils hälftige Besetzung des Aufsichtsrats mit Vertretern der Arbeitnehmer und Vertretern der Anteilseigner. Bestehen bleibe auch die bisherige Struktur der Organtrennung von Aufsichtsrat und Vorstand. Unangetastet würden auch die Rechte der Aktionäre bleiben. Ausserdem seien durch den Rechtsformwechsel keine weiteren Auswirkungen für die Kunden und Mitarbeiter zu erwarten und auch der Sitz des Unternehmens soll in Neckarsulm fortbestehen.
Neu soll im Zuge der Umwandlung aber "mit Vertretern der Mitarbeiter aus den europäischen Ländern ein Verfahren zur Unterrichtung und Anhörung vereinbart werden, dass künftig europaweit die Möglichkeit eines institutionalisierten Austauschs mit der Unternehmensführung bietet". Und zwar "hierarchielos, über alle Grenzen hinweg und segmentübergreifend", wie betont wird. Darüber hinaus biete die neue Rechtsform der SE die Möglichkeit, den Aufsichtsrat künftig mit Arbeitnehmervertretern auch aus anderen europäischen Ländern zu besetzen.

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