Bechtle wird "schweizerischer"

3. Juni 2011, 14:41
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Grossaktionär BWK verkauft nach 14 Jahren sämtliche Bechtle-Anteile an institutionelle Investoren - darunter befinden sich auch Schweizer Firmen wie die CS.

Grossaktionär BWK verkauft nach 14 Jahren sämtliche Bechtle-Anteile an institutionelle Investoren - darunter befinden sich auch Schweizer Firmen wie die CS.
Der deutsche Systemhaus- und E-Commerce-Spezialist Bechtle gab am Mittwochabend bekannt, dass die Beteiligungsgesellschaft BWK ihre Anteile in Höhe von 18,7 Prozent zu einem Preis von 29 Euro Pro Aktie vollständig an institutionelle Investoren aus dem In- und Ausland verkauft habe. Die Beteiligung hat einen Wert von 113,5 Millionen Euro. Der Streubesitzanteil erhöht sich damit von 47 Prozent auf voraussichtlich knapp 66 Prozent. Die Gründerfamilie Schick bleibt mit einer Beteiligung von rund 34 Prozent unverändert grösster Anteilseigner.
Wie es bei Bechtle auf Anfrage von inside-channels.ch heisst, haben auch einige Schweizer Investoren Anteile erworben. Damit erhöht sich der "Schweiz-Anteil" am Unternehmen Bechtle, das seinerseits hierzulande mit seinen Systemhäusern und E-Commerce-Aktivitäten stark vertreten ist. Zu den neuen Schweizer Investoren zählen die Credit Suisse, Pictet und Heieck Siebrecht.
Die BWK war ein langjähriger Grossaktionär von Bechtle: Schon 1997, also drei Jahre vor dem Börsengang, stieg die Gesellschaft bei Bechtle ein, zeitweise hielt sie etwa einen Drittel. Sie hatte erst vor wenigen Tagen bekannt gegeben, man werde sich "bis zum Herbst" von den Bechtle-Anteilen verabschieden. Der nun so plötzlich erfolgte Verkauf der Anteile kam bei den Anlegern nicht gut an: Sie schickten die Bechtle-Aktie auf Talfahrt.
Bei Bechtle glaubt man aber, dass die "erfolgreiche Umplatzierung" zeige, dass "die bisherige Entwicklung von Bechtle, unsere aktuelle wirtschaftliche Stärke und strategische Positionierung sowie die Vision 2020 die Investoren nachdrücklich positiv beeindruckt haben", so Geschäftsführer Thomas Olemotz. (mim)

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